Corona-Veröffentlichungen aus Deutschland am meisten zitiert

Die Veröffentlichungen deutscher Institute und Universitäten werden in der Coronakrise weltweit am meisten zitiert. Das ergibt eine Untersuchung des deutschen Instituts für Wirtschaft (IW), über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagausgaben) berichten. Danach haben US-Forscher zwar am meisten zum Thema Coronavirus veröffentlicht, aber Veröffentlichungen von deutschen Institutionen und Unis finden weltweit mehr Beachtung.

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Die Studie untersuchte mithilfe von bibliometrischen Daten von Europe PubMed Central die Entwicklungen zum Thema „Coronavirus“, „Covid-19“ und „SARS-CoV-2“ in den Wissenschaften für den Zeitraum vom 1. Dezember 2019 bis 25. April 2020, berichten die Zeitungen. Neben der reinen Anzahl an Publikationen wurde eine Gewichtung verwendet, um die Qualität der Veröffentlichungen zu berücksichtigen. Die Qualität der Publikation richtet sich dabei nach dem Ranking des Journals, in dem das jeweilige Forschungspapier veröffentlicht wurde. Bei den gängigen Reputationsfaktoren zur Berücksichtigung eines solchen Rankings spielen in der Regel die Zitationen der Zeitschriften eine wichtige Rolle. Die Forscher schreiben in ihrem Fazit, die ländervergleichende Analyse betone die führende Rolle Deutschlands bei den internationalen Kraftanstrengung gegen das Virus. „Die Analyse nach Standorten und Institutionen zeigt das enorme Potential der deutschen Forschung“, schreiben die IW-Autoren. Die große Bereitschaft der Forscher zur Kooperation – sowohl zwischen öffentlichen als auch zwischen unternehmerischen Forschungseinrichtungen – und das Teilen von neuesten Erkenntnissen stelle „einen wichtigen Schlüssel auf der Suche nach einem Gegenmittel gegen das Coronavirus dar“. Mit Blick auf die Anzahl der Publikationsbeiträge nach Ländern für den Zeitraum vom 1. Dezember 2019 bis 25. April 2020 führen der Erhebung zufolge die USA mit über 2.500 Publikationsbeiträgen kurz vor China mit etwa 2.000 Publikationsbeiträgen, gefolgt von Italien mit knapp unter 1.000, Großbritannien mit knapp 800 und Deutschland mit fast 500 Publikationsbeiträgen. Betrachtet man nur Deutschland, geht aus der Studie Berlin als publikationsstärkster Standort mit insgesamt etwa 28 Publikationsbeiträgen hervor, was angesichts bekannter Institutionen wie der Charité und dem Robert-Koch-Institut und den großen Universitäten nicht verwunderlich sei. Nach Berlin folgt München mit knapp 25 Publikationsbeiträgen. Mit großem Abstand dahinter folgen dann die Standorte Bonn mit neun, sowie Hamburg, Jena und Freiburg mit etwa 8,5 Publikationsbeiträgen. Das Mittelfeld bilden die Standorte Regensburg (über sieben), Münster (knapp sieben) und Leipzig (über sechs). Mit fünf bis sechs Publikationsbeiträgen folgen schließlich Essen, Marburg, Mainz, Erlangen, Göttingen und Heidelberg.