Ein Alpenidyll ist zum Corona-Hotspot geworden. Das Berchtesgadener Land zählt 272 Neuerkrankungen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Ab heute gelten dort nun strenge Regularien.

Über das Berchtesgadener Land wurde ein lokaler Lockdown verhängt. Beginnend ab heute gelten dort nun strikte Regelungen.

Ausgangsbescränkungen, Verbot von Veranstaltungen, Maskenpflicht

In einer angepassten Allgemeinverfügung ist vorgesehen, dass physische Kontakte auf das Minimum reduziert werden. Es gibt somit eine massive Beschränkung des öffentlichen Lebens in der Kontaktaufnahme. Betroffen sind unter anderem Freizeit-, Sport und Kultureinrichtungen, Schulen und Kita-Einrichtungen (die Organisation von Notbetreuungsprogrammen für Schul- und Kita-Kinder laufen), Hotel-, Gaststätten- und Beherbergungsbetriebe, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen sowie Altenheime. Auch wird die Maskenpflicht an öffentlichen Orten und Verkehrswegen ausgeweitet.

Erlaubt sind weiterhin die Wege zur Arbeit, auch das Einkaufen für den persönlichen oder medizinischen Bedarf. Offen haben auch der Einzelhandel und die Dienstleistungsbetriebe.

„Ich bitte schon heute alle Mitbürgerinnen und Mitbürger, diese Allgemeinverfügung zu respektieren, denn Ziel ist es, die Infektionszahlen in den kommenden 14 Tagen deutlich zu reduzieren und einen massiveren Eingriff in unser tägliches Leben zu verhindern. Bieten wir der Pandemie die Stirn, dann kommen wir gestärkt aus dieser Situation., so Landrat Bernhard Kern.

Lockdown für vorerst 14 Tage

Bayernweit gelten im Kreis Berchtesgadener Land nun die ersten Ausgangsbeschränkungen seit dem Lockdown im Frühjahr. Ziel der Maßnahme ist es die Zahl der Corona-Neuinfektionen deutlich zu senken. Im Landkreis wurden zuletzt 272 Neuerkrankungen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gemeldet.

Landrat Bernhard Kern: „Im engen Austausch mit der Bayerischen Staatsregierung und der Regierung von Oberbayern haben wir uns mit den Beteiligten des Corona-Krisenstabs des Landkreises abgestimmt: Eine Ausweitung des diffusen Infektionsgeschehens im gesamten Landkreis muss dringend unterbunden werden. Dieses Geschehen ist nicht auf einzelne Schwerpunkte oder Orte im Landkreis zu reduzieren. Und: Ein weiterer Anstieg ist zu befürchten. So haben wir heute in Abstimmung mit den Bayerischen Ministerinnen Melanie Huml und Michaela Kaniber sowie Regierungspräsidentin Maria Els die weitere Vorgehensweise im Landkreis festgelegt und eine Anpassung der Allgemeinverfügung auf den Weg gebracht. Diese Maßnahmen werden nun mit der Regierung von Oberbayern und mit dem Gesundheitsministerium endgültig abgestimmt. Vorgesehen ist ein Inkrafttreten der Allgemeinverfügung am morgigen Dienstag, 14:00 Uhr – gültig für 14 Tage bis einschließlich 2. November, 24:00 Uhr. „