Coronafall löst Tumulte in Augsburger Flüchtlingsunterkunft aus

In einer Augsburger Flüchtlingsunterkunft war es am heutigen Donnerstag zu Tumulten gekommen. Auslöser war ein Coronafall im Zentrum am Kobelweg. Die Polizei musste mit einem größeren Aufgebot für Ordnung sorgen.

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Foto: Dominik Mesch

Heute Vormittag hatte sich ein Bewohner der Flüchtlingsunterkunft per Email mit unserer Redaktion in Verbindung gesetzt. Der Absender teilt mit, dass es in der Einrichtung einen Coronafall gäbe. „Eine Person hat den Corona Virus. Wir schlafen seit einer Woche mit beinahe 50 Personen in einem Raum. Die Mitarbeiter haben alle Handschuhe  und Masken, uns geben sie keine.“ Und tatsächlich war ein aus der Türkei stammender Flüchtling am Mittwoch auf Corona getestet worden, heute lag das positive Ergebnis vor.

„Sie wollen uns nicht das Lager wechseln lassen…Wir wollen in ein sicheres Camp!“, so der Absender der Email weiter.

Diese Bitten wurden abgelehnt. Wenig später war es zu Tumulten einer Gruppe von bis zu 30 aus Nigeria und Gambia stammender Bewohner gekommen. Die Polizei musste mit einem Großaufgebot inklusive Diensthunden ausrücken um die Ordnung wieder herzustellen. 

Der positiv getestete Türke wurde inzwischen in die Unterkunft in Inningen verlegt. Nun mussten am Kobelweg aber mögliche Kontaktpersonen ausfindig gemacht und ggf. getestet werden. Nach Informationen von BILD.de wurden sechs Flüchtlinge aus der Türkei, dem Irak, Sierra Leone, Afghanistan, Ukraine und Nigeria vorsichtshalber in den 2. Stock verlegt. Dieser Bereich soll extra isoliert und für Corona-Kontaktpersonen gedacht sein.