Coronavirus | Landkreis Neu-Ulm überschreitet Frühwarnwert

Der Landkreis Neu-Ulm hat heute knapp den bayerischen Frühwarnwert überschritten. So liegt die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz im Landkreis aktuell bei 37 pro 100.000 Einwohnern. Als Frühwarnwert gelten 35 Fälle pro 100.000 Einwohnern. Auch wenn der Warnwert jetzt überschritten wurde, gibt es keinen Grund zur Beunruhigung.covid-19-4982912_1920-corona-virus Coronavirus | Landkreis Neu-Ulm überschreitet Frühwarnwert Freizeit Gesundheit Neu-Ulm News Newsletter | Presse Augsburg

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Öffentlichen Gesundheitsdienstes beobachten das Infektionsgeschehen im Landkreis aufmerksam und ermitteln Kontaktpersonen, um Infektionsketten zu unterbrechen. Bis jetzt kam es im Landkreis zu keiner Bildung von Hot-Spots oder größeren Clustern. Die Fälle sind auf einzelne Infektionsgeschehen zurückzuführen, die sich auf keinen bestimmten Ort im Landkreis konzentrieren. Die Neuinfektionen gehen vor allem auf Reiserückkehrer und Folgeinfektionen in der Familie sowie auf private Feiern mit Folgeinfektionen zurück.

Des Weiteren gibt es aktuell keine Meldung zu Ausbrüchen in Gemeinschaftseinrichtungen wie zum Beispiel Alten- und Pflegeheimen. Auch im Bereich der Schulen und Kindergärten ist im Moment kein übermäßiges Infektionsgeschehen zu beobachten. Als Kontaktpersonen der Kategorie I befindet sich je eine Schulklasse in Neu-Ulm bzw. Elchingen sowie eine Kindergartengruppe in Neu-Ulm sowie einzelne Lehrkräfte in Quarantäne.

Einschränkende Maßnahmen für den gesamten Landkreis sind vor diesem Hintergrund aktuell nicht geplant. Das Infektionsgeschehen sowie die 7-Tages-Inzidenz werden weiterhin genau beobachtet, um gegebenenfalls notwendige Maßnahmen zu ergreifen. Zudem steht das Landratsamt mit den übergeordneten Behörden sowie dem Schulamt in Kontakt. Hintergrund ist unter anderem der Drei-Stufen-Plan, den das Kultusministerium mit dem Gesundheitsministerium entwickelt hat und verschiedene Maßnahmen je nach Infektionsgeschehen empfiehlt. Dem liegt jedoch kein Automatismus zugrunde. Wichtig ist hierbei die jeweilige Beurteilung des Infektionsgeschehens. Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 35 Fällen pro 100.000 Einwohnern sieht der Plan vor, dass Schüler ab der Jahrgangsstufe fünf auch an ihrem Sitzplatz im Klassenzimmer einen Mund-Nasen-Schutz tragen sollen. Dies ist im Moment noch ohnehin der Fall, da der Freistaat Bayern diese Maskenpflicht für die ersten beiden Wochen nach den Ferien eingeführt hat. Ob diese Maskenpflicht ab nächster Woche bestehen bleibt, wird sich anhand des Infektionsgeschehens in den nächsten Tagen entscheiden.

Aktuell sind im Landkreis Neu-Ulm 62 Personen mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion gemeldet. Insgesamt wurden im Landkreis bis jetzt 687 bestätigte Fälle gemeldet. Davon wurden 599 Personen aus der Quarantäne entlassen. In den letzten sieben Tagen wurden 64 neue Fälle gemeldet.

Grundsätzlich sind alle Bürgerinnen und Bürger gebeten, sich an die Hygiene- und Abstandsregeln zu halten. Bitte regelmäßig Hände waschen und desinfizieren, die notwendigen Abstände einhalten und einen Mund-Nasen-Schutz tragen, wo er verpflichtend vorgeschrieben ist. Damit kann jeder dazu beitragen, das Virus nicht zu verbreiten.