Coronavirus | Stadt Augsburg und Landkreise richten gemeinsame Diagnosestelle in Haunstetten ein

Um sich gemeinsam auf eine weitere, mögliche Ausbreitung des Coronavirus vorzubereiten und die Beprobung der Kontaktpersonen bestätigter Fälle zu beschleunigen, bündeln die Stadt Augsburg und die Landkreise Augsburg sowie AichachFriedberg ihre Kompetenzen. Die Gesundheitsämter der Stadt und der Landkreise richten eine gemeinsame Diagnosestelle ein. Kontaktpersonen bestätigter Coronavirus-Fälle, die in den Landkreisen oder im Stadtgebiet nachgewiesen wurden, sollen dort ab Samstag, 7. März, ausschließlich nach jeweiliger Zuweisung durch die esundheitsämter, auf den Erreger getestet werden.

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Symbolbild

Die Diagnosestelle befindet sich in Haunstetten, in einem gewerblich genutzten Gebiet. Der noch nicht in Betrieb genommene Wertstoff- & Servicepunkt Unterer Talweg des Abfallwirtschafts-und Stadtreinigungsbetrieb der Stadt Augsburg wird vorübergehend
von den Gesundheitsämtern der Landkreise und der Stadt Augsburg genutzt und nach der Nutzung keimfrei desinfiziert. Das Gelände ist ausschließlich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesundheitsbehörden sowie benachrichtigten Kontaktpersonen der Kategorie I zugänglich. Dies sind Haushaltsangehörige und Personen, die engen Kontakt mit Infizierten hatten. Die Betroffenen werden von den zuständigen Gesundheitsämtern
proaktiv informiert, müssen 14 Tage zuhause in Quarantäne bleiben und täglich ihren Gesundheitszustand überwachen. Zudem werden sie in der neu eingerichteten Diagnosestelle auf das Coronavirus getestet.

Keine Gefahr für die Bevölkerung

Wie die Gesundheitsämter von Stadt und Landkreisen betonen,besteht für die Bevölkerung und die Umgebung im Stadtteil keine Ansteckungsgefahr, da sich das Coronavirus durch
Tröpfcheninfektion überträgt und die Stadtteilbevölkerung nicht in Kontakt mit zu testenden Personen kommt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesundheitsämter arbeiten nach den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts, die Probenentnahme erfolgt mit Schutzanzug, Schutzmaske und Schutzbrille.

Hotlines bei Verdachtsfall

Bürgerinnen und Bürgern, die den Verdacht haben, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, steht die Diagnosestelle vorerst weiterhin telefonisch an die eingerichteten Hotlines oder ihren Hausarzt zu wenden:

  •  Stadt Augsburg: 0821 324-4444
  • Landkreis Augsburg: 0821 3102-3999
  •  Kassenärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117

Infektionsschutz und Entlastung für Gesundheitsämter

Die Einrichtung einer gemeinsamen Diagnosestelle entlastet die Gesundheitsämter, die begründete COVID19-Verdachtsfälle und alle Kontaktpersonen bestätigter Fällen untersuchen. In der Diagnosestelle können bis zu 100 Verdachtsfälle pro Tag untersucht werden. Mit mobilen Einheiten, die Kontaktpersonen zuhause testen, können Kontaktpersonen zuhause getestet werden.

Auch aus Gründen des Infektionsschutzes ist die Stelle sinnvoll: Die benachrichtigten Personen müssen mit dem eigenen Auto zu einem festgelegten Termin in die Diagnosestelle kommen. Ihnen wird, während sie im Auto sitzen bleiben, eine Atemwegsprobe entnommen, anschließend wird die Probe labormedizinisch untersucht. Es kann aktuell mehrere Tage dauern, bis das Ergebnis vorliegt – abhängig von Transportwegen und Laborkapazitäten.Kontaktpersonen, die nicht mit dem eigenen Auto in die Diagnosestelle kommen können, werden weiterhin zuhause untersucht.

Weitere Informationen auch online

Die Stadt Augsburg informiert unter www.augsburg.de/coronavirus. Der Landkreis Augsburg informiert auf www.landkreisaugsburg.de/corona.

Auch über das Informationsportal des Robert Koch-Instituts (RKI) sind umfassende und aktuelle Informationen zur Sachlage zu erhalten.

Der Landkreis Aichach-Friedberg informiert ebenfalls auf seinen Seiten und telefonisch.
Gesundheitsamt, Tel.08251 92-431