„Covid 19 – geben wir zu viel Freiheit auf?“ | In Buchloe wurde demonstriert, in Kempten die Veranstaltung abgesagt

In mehreren Städten fanden am Samstag Demonstrationen gegen die Corona-Beschränkungen. Während beispielsweise eine Kundgebung in Buchloe störungsfrei verlief, war die Veranstaltung in Kempten bereits im Voraus vom Organisator abgesagt worden.

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Foto: News5

Samstagvormittag fand zwischen 09:00 und 11:00 Uhr am Bahnhofsvorplatz eine genehmigte Versammlung mit Bezug zu den geltenden Corona-Beschränkungen statt.

Unter dem Motto „Covid 19 – geben wir zu viel Freiheit auf?“ versammelten sich ca. 35 Teilnehmer. Mit Transparenten und Plakaten wurde auf die aktuelle Problematik hingewiesen. Auf einem Tisch lagen Informationsflyer zur Selbstmitnahme bereit. Die verantwortliche Leiterin sorgte für die Einhaltung der vorgegebenen Auflagen bzgl. Sicherheitsabstand, Verbleiben am Ort sowie der erlaubten Teilnehmerzahl. Die Veranstaltung wurde von wenigen „Schaulustigen“ aufmerksam beobachtet. Aber auch diese Personen hielten die infektionsschutzrechtlichen Bestimmungen ein. Es kam zu keinerlei Sicherheitsstörungen. Das Verhalten der Versammlungsteilnehmer und der sonstigen Zuschauer war aus polizeilicher Sicht insgesamt vorbildlich.

Versammlung „Einschränkungen der Grundrechte aufheben“ in Kempten durch Veranstalter abgesagt

Die ebenfalls für den heutigen Samstag von der Stadt Kempten am Rathausplatz zugelassene Versammlung „Einschränkungen der Grundrechte aufheben“ wurde vom Leiter der Versammlung kurz vor Beginn bei der Kemptener Polizei abgesagt.

Teilnehmer, die die Absage nicht mehr mitbekommen haben, wurden von Polizeikräften auf den Umstand aufmerksam gemacht. Teilweise mussten von den eingesetzten Polizeibeamten Platzverweise ausgesprochen werden. Der Großteil der angesprochenen Personen folgte den Anordnungen der Polizei. Einige wenige Personen, die den Platzverweisen nicht nachkamen und sich trotz mehrfacher Aufforderung nicht entfernten, mussten nach dem Infektionsschutzgesetz zur Anzeige gebracht werden.

Auch am Residenzplatz hatte sich wiederum eine größere Personengruppe zusammengefunden, die nach ihrem Verhalten dort möglicherweise eine Versammlung abhalten wollten. Auch diese Personen wurden von Polizeikräften angesprochen und des Platzes verwiesen.

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Der Kemptener Polizeichef Marcus Hörmann zeigte sich mit dem Verlauf des Polizeieinsatzes zufrieden. „Der Versammlungsleiter hat uns heute, kurz vor Beginn der Versammlung, über die Absage informiert. Nachdem wir sicherstellen wollten, dass in der Stadt keine weiteren, nicht zugelassenen Versammlungen stattfinden, wurden die Örtlichkeiten auch mit Unterstützungskräften der Bereitschaftspolizei überwacht. Der überwiegende Teil der Personen hat sich auch an die notwendigen Abstandsregeln gehalten. Das kommunikative Konzept hat sich bewährt.“