Es sind schwere Tage für die Christlich-Soziale-Mitte (CSM). Einstmals als bürgerliche Alternative gegründet hat nun mit Claudia Eberle die letzte Stadträtin die Partie verlassen. Der frühere Bürgermeister Hermann Weber ist ausgetreten.

kommunalwahl-2014_czech_schabert-zeidler_weber CSM nicht mehr im Augsburger Rathaus vertreten - Galionsfiguren verlassen die Partei Augsburg Stadt News Newsletter Politik Christlich-Soziale-Mitte Claudia Eberle CSM Hermann Weber Pro Augsburg | Presse Augsburg
Claudia Eberle und Hermann Weber haben die CSM verlassen. Hier nach der Wahl 2011 | Foto: Wolfgang Czech

Was schon seit einiger Zeit unter vorgehaltener Hand getuschelt wurde, ist nun eingetreten. Die Christlich-Soziale-Mitte (CSM) ist nicht mehr im Rathaus vertreten. Anfang Februar hatten die beiden Stadträte Rolf Rieblinger und Dr. Dimitrios Tsantilas den Verein verlassen und waren zur zurück CSU gewechselt, nun verließ auch die ehemalige Fraktionsvorsitzende Claudia Eberle die CSM. Sie hat sich Pro Augsburg angeschlossen.

Diese politische Vereinigung sah nach der Kommunalwahl 2014 wie einer der Verlierer aus. Der frühere Bürgermeister Peter Grab hatte Pro Augsburg verlassen (müssen) und in der von ihm gegründeten Vereinigung „Wir sind Augsburg- WSA“ eine politische Heimat gefunden. Pro Augsburg war mit Beate Schabert-Zeidler und Dr. Rudolf Holzapfel unter Fraktionsstärke gerutscht. Als Thomas Lis (zuvor AfD) hinzukam, wurde diese wieder erreicht. Nach dem Wechsel von Eberle erreicht die Fraktion beinahe schon wieder alte Stärke.

Wie geht es bei der CSM weiter?

Für die CSM ist dies natürlich ein harter Schlag. Wie es dort weitergehen soll weiß wohl aktuell keiner genau. Mit dem früheren Bürgermeister Hermann Weber hat auch das bekannteste Gesicht den Verein verlassen. Damit dürften die Chancen auf einen Wiedereinzug in das Augsburger Rathaus bei den Kommunalwahlen 2020 deutlich gesunken sein. Eine Fusion mit Pro Augsburg scheint deshalb eine denkbare Variante, wird aktuell aber noch ausgeschlossen. Auch eine Auflösung der 2011 als CSU-Abspaltung gegründeten Christlich-Sozialen-Mitte ist nicht möglich.