Cum-Ex: Schick wirft Banken fehlende Aufklärung vor

Finanzexperte Gerhard Schick hat Banken vorgeworfen, in der Cum-Ex-Affäre nichts zur Aufklärung beizutragen. „Eigentlich müsste es im deutschen Bankensektor eine richtige Aufarbeitung des Skandals geben“, sagte er dem „Mannheimer Morgen“ (Dienstagsausgabe). „Im Bankenverband nehme ich dazu aber keinerlei Anstrengungen wahr. Auch ein notwendiger ethischer Diskurs fehlt.“

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Seit drei Monaten läuft am Bonner Landgericht der bundesweit erste Strafprozess zu Cum-Ex. Über Jahre hinweg haben Investoren den Staat um viele Milliarden Euro geprellt.

Eine einmal gezahlte Kapitalertragssteuer ist ihnen mehrfach erstattet worden. Vergangene Woche hatte der Richter die Einschätzung geäußert, dass Cum-Ex eine Straftat ist. „Damit ist die Grundlage für eine Gefängnisstrafe gelegt. Das ist wichtig, weil in manchen Teilen des Finanzmarktes nur diese Sprache verstanden wird“, so Schick.

„Cum-Ex ist ein Raubzug gegen die deutschen Steuerzahler – in einer erstaunlichen Größe, der auch erstaunlich lange unentdeckt geblieben ist.“ Schick saß für die Grünen im Bundestag. Vor einem Jahr gründete er die Bürgerbewegung Finanzwende und gab sein Bundestagsmandat zurück.