Darum muss die Evakuierung der Augsburger Innenstadt am Weihnachtstag sein

Am kommenden Sonntag wird weltweit das Weihnachtsfest gefeiert. In Teilen Augsburgs können die Menschen an diesem Sonntag aber nicht in ihrer Wohnung zusammenkommen. Rund 32.000 Haushalte müssen evakuiert werden. In der Jakobervorstadt wurde eine gigantische Fliegerbombe gefunden, diese muss entschärft werden. Warum aber ausgerechnet am Feiertag? Die Verantwortlichen versuchen eine Antwort darauf zu geben.bombe-1 Darum muss die Evakuierung der Augsburger Innenstadt am Weihnachtstag sein Augsburg Stadt News Polizei & Co Augsburg Bombe Evakuierung Jakobervorstadt Weihnachten | Presse Augsburg

In der Jakobervorstadt wurde eine gigantische Bombe aus dem 2.Weltkrieg gefunden. Diese muss entschärft werden. Am 1. Weihnachtsfeiertag (Sonntag, 25. Dezember) müssen deshalb alle Anwohner im Umkreis von 1,5 Kilometer ihre Wohnungen aus Sicherheitsgründen verlassen. Betroffen sind somit, neben den Menschen in der Jakobervorstadt, auch die Anwohner der Innenstadt und des Domviertels. Rund 32.000 Haushalten mit rund 54.000 Einwohnern müssen geräumt werden. Bei vielen der Betroffenen kommt nun die Frage auf, ob diese Aktion unbedingt am Feiertag stattfinden muss.

  • „Den Verantwortlichen ist klar, dass die Terminfestlegung am 1. Weihnachtsfeiertag eine große Unannehmlichkeit für alle Betroffenen bedeutet. Wir bitten gerade deshalb alle Augsburger um Verständnis und gegenseitige Hilfe.“, heißt es auf der Homepage der Stadt. Dort wird auch erklärt, was die Gründe für diesen Termin sind.
  • Es handelt sich um eine der größten Evakuierungsmaßnahmen, die je in Deutschland organisiert wurden. Betroffen sind auch ein Krankenhaus, Senioren- und Pflegeheime. Die Koordinierung eines geordneten Ablaufs muss deshalb mit sehr vielen Beteiligten abgestimmt werden. Dazu braucht es einige Tage Vorlauf.
  • An einem Werktag wäre die Evakuierung ungleich schwieriger, da auch der ganze Arbeits- und Geschäftsbetrieb beeinträchtigt wäre. An einem Feiertag gibt es zudem weniger Verkehr.
  • Derzeit geht von der Fliegerbombe zwar keine Gefahr aus, nach Vorgabe des Kampfmittelräumdienstes darf die Entschärfung aber auch nicht länger nach hinten geschoben werden, da sie durch die Bauarbeiten bereits freigelegt wurde. Es wurde deshalb der erste mögliche Sonn- oder Feiertag genommen.

Ab dem morgigen Donnerstag ist ein Bürgertelefon für Fragen geschaltet: 0821/324 4444