„Das darf uns so nicht passieren“ | Die Stimmen zur FCA-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt

Der FC Augsburg hatte sich sein 250. Bundesligaspiel wohl anders vorgestellt. Gegen die Eintracht aus Frankfurt gab es eine 1:3-Niederlage. Das haben die Beteiligten dazu gesagt.

Torhüter Andreas Luthe war nach dem Spiel ziemlich angefressen | Foto: Sebastian Pfister

Stimmen des FC Augsburg

Martin Hinteregger: „Es war schwer gegen die drei starken Offensiven zu verteidigen. Jeweils nach dem Anstoß haben wir früh Gegentore kassiert. Das kann mal passieren, sollte aber nicht. Nichtsdestotrotz hatten wir zahlreiche Möglichkeiten, die wir liegen gelassen haben. Wir spielen gut, aber es geht auch darum Tore zu erzielen.“

Andreas Luthe: „Die Partie ist eigentlich kaum in Worte zu fassen. Wir hatten viele Umschaltsiuationen und zahlreiche Torchancen, waren aber bei Kontern extrem anfällig. Das darf uns so nicht passieren, denn eigentlich war das ein Spiel, dass du nicht verlieren musst.“

Julian Schieber: „Heute hat die effizientere Mannschaft gewonnen. 3:1 hört sich deutlich an, aber wir haben uns das selbst zuzuschreiben, weil wir aus unseren Möglichkeiten zu wenig gemacht haben. Frankfurt hingegen hat die Bälle gut verarbeitet und die Chancen genutzt.“

Daniel Baier: „Unsere Leistung hat sich heute sehr gut angefühlt, aber es hat sich auch so angefühlt, dass wir noch drei Stunden spielen können, ohne ein Tor zu machen. Wir haben alles reingehauen, aber am Ende gehst du dann doch als Sieger vom Platz, weil du deine Chancen nicht nutzt. Denn das zählt am Ende und nicht, ob die Leistung gut war.“

Stimmen Eintracht Frankfurt

da Costa im Duell mit Augsburgs Max | Foto: Sebastian Pfister

Evan Ndicka: Es war eines der schwersten Spiele, aber wir waren vorne effizient, sind hinten solide gestanden, haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht und am Ende wieder gewonnen. Augsburg hat eine starke Mannschaft, die uns schon in Verlegenheit gebracht hat. Aber wir haben es geschafft, lang genug die Null zu halten. Dass der Torhüter sauer ist, dass uns das am Ende nicht gelungen ist, ist normal. Man kann auch nicht alles verhindern. Lange haben wir standgehalten, einmal ist der Ball durchgerutscht, das passiert. Insgesamt war es ein Sieg der gesamten Mannschaft, eine geschlossene Mannschaftsleistung.

Gelson Fernandes: Nach dem ersten Tor hat der Gegner Druck gemacht, hatte zwei, drei Chancen, genau wie wir. Aber in dieser Phase hätten wir mehr Ruhe haben müssen und im Spielaufbau weniger Risiko haben dürfen. Das haben wir in der zweiten Halbzeit besser gemacht. So ist es dann schwer, gegen uns zu spielen. Durch die Bewegungen der Augsburger Stürmer waren wir im Mittelfeld teilweise in Unterzahl, auch das haben wir in der zweiten Halbzeit besser gemacht. Wir müssen auf dem Boden bleiben und haben mit Marseille und Wolfsburg zu Hause zwei Spiele vor der Brust, die wir gewinnen wollen. Wir müssen einfach weiter kämpfen und laufen, dann wird es für jeden Gegner schwer.

Danny Da Costa: Wir haben von vornherein gewusst, dass Augsburg eine starke Mannschaft hat. Man hat gesehen, dass sie viel Qualität und gerade über die Außen viel Druck gemacht haben. Es hat uns sehr gutgetan, direkt nach Spielbeginn und nach der Pause getroffen zu haben und damit das Vorhaben Augsburgs zunichte gemacht zu haben. Platz zwei ist natürlich ein sehr schönes Gefühl und auch ein Zeichen harter Arbeit. Wir werden trotzdem versuchen, unseren Weg weiterzuverfolgen, wie wir es in den vergangenen Wochen getan haben, weiter aggressiv und mit viel Laufbereitschaft in die Spiele zu gehen. Dann werden wir hoffentlich noch viele solcher Tage wie heute erleben.

Das sagen die Trainer

Manuel Baum (Trainer Augsburg): „Nach dem frühen Rückstand, bei dem wir nicht in den Zweikampf kommen, haben wir es ordentlich gemacht und haben uns einige Möglichkeiten erspielt. Da war es bitter, dass wir mit Rückstand in die Pause gehen und gleich das 0:2 kassieren. Nach dem 0:3 war es dann schwer, aber das Positive ist, dass wir auch dann nicht aufgegeben haben und uns weiterhin Chancen erarbeitet haben, denn selbst in der Nachspielzeit hatten wir noch zwei große Chancen. Insgesamt war die Ausbeute aber mangelhaft. Manche Situationen müssen wir einfach mit mehr Überzeugung zu Ende spielen.“

Adi Hütter (Trainer Frankfurt): „WIr sind glücklich, dass wir das Spiel 3:1 für uns entscheiden konnten. Bevor Augsburg richtig in Fahrt gekommen ist, hätten wir schon das 2:0 machen müssen. Es war ein schweres Spiel, weil Augsburg es gut gemacht hat und Kevin Trapp uns zwischenzeitlich im Spiel gehalten hat. Aber wenn man unsere Chancen ansieht, hätten wir das ein oder andere Tor noch mehr erzielen können. Wir sind froh, dass wir zum ersten Mal in Augsburg gewinnen konnten.“