Am sechsten Spieltag der 1. Fußball-Bundesliga hat der SV Werder Bremen daheim gegen den FC Augsburg mit 0:1 verloren. Das hatten die Beteiligten dazu zu sagen.

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Maaßem war nach dem Spiel hochzufrieden | Foto: Wolfgang Czech

 

Rafał Gikiewicz: „Wir waren über die 90 Minuten hinweg die bessere Mannschaft, haben uns mehr Torchancen erspielt, weniger zugelassen und deswegen verdient gewonnen. Auf die Emotionen im ganzen Stadion war der gehaltene Elfmeter eine perfekte Reaktion. Ich freue mich, dass ich jetzt zwei von zwei Elfer in dieser Saison gehalten haben und wir nun sechs Punkte auf dem Konto haben. Aus dem Spiel können wir viel Selbstvertrauen tanken.“

zu den Szenen nach dem gehaltenen Elfmeter (bei DAZN): „Wenn sie hinter mir mich und meine Familie beleidigen kann ich das nicht akzeptieren. Wir waren die bessere Mannschaft und Sie können jetzt labern was Sie wollen, das interessiert mich nicht.“ und weiter: „Es war kein Elfmeter, ich muss ihn halten, ich hab ihn gehalten“

Jeffrey Gouweleeuw: „Das ist eine Riesenerleichterung nach dem Schlusspfiff. Jeder wusste, dass wir etwas gutzumachen haben und das wollten wir unseren Fans beweisen. Wir haben alles gegeben und gehen in einem verrückten Spiel als Sieger vom Platz, weil wir alle gemeinsam gefightet haben. Dass in der Nachspielzeit noch Elfmeter gepfiffen wird, der in meinen Augen keiner war, und dass Rafa den Elfmeter dann hält, hat das dramatische Spiel gekrönt.“

1. Bundesliga: Elfmeter-Fehlschuss beglückt Augsburg in Bremen

Maximilian Bauer: „Ganz ehrlich, was soll ich bei der Situation aus kürzester Distanz machen. Das ist für mich kein Elfmeter. Dass Giki uns dann den Sieg festhält, war überragend, insgesamt war es ein hochemotionales Spiel, in dem wir als verdienter Sieger vom Platz gehen. Man hat gesehen, dass wir von der ersten bis zur letzten Minute hellwach waren.“

Christian Groß (Bremen): „Wir hatten es heute trotzdem selbst in der Hand, haben aber zu wenig daraus gemacht. Wir waren nicht klar genug in unseren Aktionen. Wir werden das jetzt analysieren und versuchen nächste Woche wieder besser zu machen. Letztlich müssen wir auf uns selbst und unsere Leistung gucken.“

Mitchell Weiser (Bremen): „Es war ein Spiel auf Augenhöhe. Da kommt es einfach auf Kleinigkeiten an. Heute fehlte uns vielleicht in den Aktionen ein Quäntchen Glück. Dennoch ist uns nicht viel gelungen. Wir müssen mehr Ruhe in unser Spiel reinbekommen, auch wenn wir hoch gepresst werden. Zudem haben die Verlagerungen gefehlt. Daran müssen wir arbeiten.“

Niclas Füllkrug (Bremen): „Ich glaube wir hätten mehr verdient gehabt, es war nicht unserer bestes Spiel und doch glaub ich, wir waren die bessere Mannschaft“


Ole Werner (Trainer Bremen): „Wir haben zehn Minuten gebraucht, um ins Spiel zu kommen. Da hatte der FCA schon einige Chancen und hätte in Führung gehen können. Uns hat die Ruhe im Ballbesitz gefehlt und wir hätten klarer spielen müssen, sowohl mannschaftlich als auch individuell. In der zweiten Halbzeit hatten wir mehr Kontrolle, uns aber selbst zu wenige Torchancen erspielt. Wir haben uns aber bis zum Schluss aufgebäumt und in der Schlussphase noch einige Chancen gehabt. Letztendlich hätten wir gerade mit dem Elfmeter einen Punkt mitnehmen können, was in meinen Augen auch verdient gewesen wäre.“

Enrico Maaßen (Trainer Augsburg): „Das war ein richtig intensives Spiel, wir sind die Partie sehr mutig und offensiv angegangen und haben uns viele Torchancen erspielt. Unser Ziel war es, Bremen weit von unserem Tor wegzuhalten, auch das ist uns gelungen. Deswegen haben wir am Ende verdient gewonnen. Die zwei Schlüsselmomente im Spiel waren das zurückgenommene Bremer Tor und der gehaltene Elfer in der Nachspielzeit. Insgesamt haben wir uns gegen alle Widerstände gewehrt. Das Spiel gibt uns Selbstvertrauen, wir müssen aber demütig bleiben und genau auf diesem Weg weitermachen.“