Das war nichts! Augsburger Panther kassieren bei Pelletier-Premiere eine verdiente Wolfsburg-Klatsche

Nach einem ganz schwachen Heimauftritt gegen die Grizzlys Wolfsburg werden die Sorgenfalten beim AEV tiefer. Nach einem auch in dieser Höhe verdienten 0:5 ließen die Augsburger Panther bei der Heimpremiere des neuen Trainers Serge Pelletier vieles vermissen.

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Die Gesichter waren bei Serge Pelletier und dem AEV lang. Gegen Wolfsburg zeigte die Mannschaft eine ganz schwache Leistung | Foto: Dunja Dietrich

Für den vor einer Woche verpflichteten Serge Pelletier war das Spiel gegen Wolfsburg die Heimpremiere als Trainer der Augsburger Panther. Positive Signale durch den Trainerwechsel waren heute, auch aufgrund einiger Ausfälle, nicht zu erkennen. Über 3000 Zuschauer waren gekommen und sie dürften sich gefragt haben, warum sie das Geld für die Karte ausgegeben hatten.

Früh den Zahn gezogen

Die Augsburger waren dem Tabellenzweiten von Beginn an keine gleichwertigen Gegner. Bereits nach zwei Minuten hatte die Mannschaft von Ex-AEV-Coach Mike Stewart den Panthern durch einen Doppelschlag von Furchner und Machacek den Zahn gezogen. Die Schwaben bekamen anschließend zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf die Gäste, die ohne Probleme Angriff für Angriff in Richtung des armen Olivier Roy rollen lassen konnten. „Wenn es spielerisch nicht läuft, muss man es durch Einsatz ausgleichen.“ Eine alte Trainerweisheit, die der AEV an diesem Mittwoch aber über weite Strecken vermissen ließ. Selbst bei einer 90 Sekunden andauernden doppelten Überzahl war das Offensivspiel der heimischen Mannschaft an Harmlosigkeit kaum zu überbieten. Ganz anders die Niedersachsen. Zielstrebig ging es nach vorne, folgerichtig bauten sie so den Vorsprung weiter aus. Das 0:3 durch Archibald ließ die Anfeuerungsrufe aus den Fanbereichen dann schon früh verstummen (11.).

Augsburg ließ alles vermissen

Dies sollte dann auch so bleiben. Auch nach dem ersten Seitenwechsel ließ Augsburg weiter alles vermissen. Nachdem Fauser kurz nach der Pause weiter erhöhen konnte, hoffte Augsburgs Keeper Roy auf Erlösung, doch Pelletier gönnte seinem Schlussmann diese nicht. Schinko konnte nur wenige Minuten später sogar das 0:5 erzielen. Der Rest war Ergebnis-Verwaltung. Dass neben Wade Bergman, Drew LeBlanc, Brad McClure, T.J. Trevelyan und Samir Kharboutli während des Spiels auch noch Saponari und Stieler verletzt passen musste, erschwerte die Aufgabe für den AEV zusätzlich.

Auch wenn es die Grizzlys im Schlussdrittel etwas ruhiger und die Hausherren körperlicher zur Sache gingen, änderte sich am Spielverlauf wenig. Die ersten Zuschauer hatten früh genug gesehen und verließen traurig das Curt-Frenzel-Stadion. „5,4,3,2,1!, die Verbliebenen zählten die erlösende Schlusssirene herbei.

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Die Luft im Tabellenkeller wird für die Augsburger Panther dünner und dünner. Der AEV muss sich im Kampf gegen den Abstieg etwas einfallen lassen. Natürlich kann man gegen ein DEL-Topteam, wie die Grizzlys auch in dieser Höhe verlieren, doch es kommt immer auf die Art und Weise an. Heute ließen die Panther sehr vieles vermissen, die Sorgenfalten werden tiefer. Bleibt für den AEV zu hoffen, dass Serge Pelletier die Trainings bis zum Spiel am Sonntag in Straubing mit seiner Truppe effektiv nutzen kann.