Der FC Augsburg verliert gegen den seit 20 Spielen sieglosen 1. FC Nürnberg mit 0:3. Damit bleiben die Schwaben mittendrin im Abstiegskampf. Das sagten die Beteiligten beider Teams dazu.

Jeffrey Gouweleeuw: „Das erste Gegentor war zu einfach und es ist mir unerklärlich, warum wir in der Schlussphase aufgehört haben, zu kämpfen. Wir haben nicht richtig auf den Ausgleich gedrängt, haben Nürnberg aber trotzdem Räume zum Kontern gegeben.“

André Hahn: „Wir wussten, was auf uns zukommt, haben aber trotzdem nicht richtig ins Spiel gefunden. Spielerisch und kämpferisch war es nicht das, was wir uns vorgenommen haben. Wir waren nicht zielstrebig genug zum Tor und haben uns beim Standardgegentor schlecht angestellt. Zum Schluss haben wir aufgemacht und sind ausgekontert worden.“

Philipp Max: „Wir waren richtig gut eingestellt und wussten, was für ein Spiel uns erwartet. Das 0:3 hört sich sehr hoch an, aber auch wir hatten vor und nach dem 0:1 einige Möglichkeiten, die wir aber nicht genutzt haben. Wir müssen das Spiel jetzt schnell abhaken und am Dienstag im Pokal wieder ein anderes Gesicht zeigen.“

Rani Khedira: „Die erste Halbzeit war zu wenig von uns, Nürnberg war aggressiver und agiler. Nach der Pause war es etwas besser, aber beim Standardgegentor haben wir geschlafen. Beim zweiten Gegentor sind wir ins offene Messer gelaufen. Insgesamt muss man ehrlich sagen, dass es zu wenig war.“

Hanno Behrens (1.FC Nürnberg): „Es war ein verdienter Sieg. Wir waren schon in der ersten Hälfte die gefährlichere Mannschaft, da fehlte uns aber der letzte Punch. Das haben wir dann in der zweiten Hälfte besser gemacht. Nach dem 2:0 war es dann durch. Der Schlüssel war, dass wir von Anfang an aggressiv dabei waren, wir haben mit viel Power gespielt. Nach der Führung haben wir kaum eine Chance zugelassen. Wir haben immer gesagt, dass wir uns nicht aufgeben werden – jetzt erst recht nicht. Wir werden uns in den letzten sieben Spielen reinhauen und um unser Leben kämpfen.“

Tim Leibold (1.FC Nürnberg): „Der letzte Sieg war gefühlt vor drei Jahren, aber wir sind überglücklich und stolz, dass wir heute gewonnen haben. Ein schöner Tag für uns, aber auch nicht mehr. Wir hatten schon in der ersten Halbzeit ein, zwei gute Möglichkeiten. Geht Augsburg in Führung, wird es wieder schwer für uns, so hatten heute wir mal den Dosenöffner. “

Christian Mathenia (1.FC Nürnberg): „Es war ein brutales Gefühl, heute nach der langen Serie drei Punkte geholt zu haben.“

Manuel Baum (Trainer FC Augsburg): „Gratulation an Nürnberg zum Sieg. Wir haben gewusst, was auf uns zukommt. In der ersten Halbzeit hat man gesehen, dass es für beide Mannschaften um den Klassenerhalt geht. Es war kein schönes Spiel. Nach der Pause waren wir zunächst etwas besser in der Partie, aber wie so oft war dann ein vermeidbares Standardgegentor der Dosenöffner – der hat Nürnberg in die Karten gespielt. Wir haben anschließend die falschen Stilmittel gewählt, zu viele und zu schnell lange Bälle geschlagen und in aussichtsreicher Position oft die falsche Entscheidung getroffen. Wir sind natürlich über das Ergebnis und vor allem unsere Leistung enttäuscht. Wir müssen aus der Niederlage nun die richtigen Schlüsse ziehen.“

Boris Schommers (Trainer 1.FC Nürnberg):  „Man hat von der ersten Minute an gesehen, dass wir gewinnen wollen. Wir hätten am Anfang ein Tor erzielen können, danach war es ein offenes Spiel. Diese Begegnung brauchte einen Türöffner, der ist uns gelungen. Die Mannschaft hatte dadurch das Selbstvertrauen, diesen Heimsieg einzufahren. Wir haben nach dem 1:0 zunächst etwas die Ordnung verloren. Umso erfreulicher war es, dass wir am Ende unsere Konter besser zu Ende gespielt und so einen verdienten Sieg eingefahren haben.“