Der FC Augsburg konnte auch das vierte Auswärtsspiel in diesem Kalenderjahr nicht für sich entscheiden. Beim bis dato Tabellenvorletzten Hertha BSC setzte es eine 0:2-Niederlage.

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Foto: Sebastian Pfister

Nach drei Heimsiegen in diesem Kalenderjahr hoffte man beim FC Augsburg, die Leistung auch auswärts endlich zeigen zu können. Dreimal mussten die Fuggerstädter in 2023 vor der Partie bei Hertha BSC in der Ferne ran, dreimal blieben die Punkte dort.

Auch dieses Mal sollte es nicht gelingen. Bereits in einem chancenarmen und körperbetonten ersten Durchgang war der FCA das schwächere Team. Gegen die konsequente Verteidigung der Hauptstädter konnten die Schwaben im Spiel nach vorne keine Akzente setzen, doch auch Augsburgs Hintermannschaft ließ nur wenig zu. An den wenigen bemerkenswerten Aktion war dann meist mit Richter ausgerechnet ein ehemaliger FCAler maßgeblich beteiligt. Auch der erste Abschlussversuch ging auf das Konto eines ehemaligen Augsburgers, dessen Einsatz der Hertha eine vertragsgemäße Sonderzahlung von mehr als einer Viertelmillion Euro an die Rot-grün-weißen wert war. Niederlechner verzog aber deutlich (2.). Während Berlin zumindest noch Ngankams Versuch kurz vor der Pause verbuchen konnte, blieben die Gäste hier vieles schuldig.

Augsburg schwach

Nach dem Langweiler der ersten 45 Minuten sollte es besser werden, aber nur für die Blau-weißen von der Spree. Als der FCA nach einer Stunde einen Freistoß von Plattenhardt nicht aus dem eigenen Strafraum bringen konnte, landete der Ball nach einer schlechten Abwehraktion von Maier beim bereits erwähnten Richter. Der gebürtige Friedberger versuchte es von rund 18 Metern, das runde Leder segelte vorbei am spät reagierenden Gikiewicz ins Tor (61.). Keine zehn Minuten später konnte Augsburg erneut einen Freistoß nicht verteidigen. Aus der eigenen Hälfte schlug Rogel einen langen Ball in die gefährliche Zone, wo er ohne echte Aktion der Augsburger beim eingewechselten Lukebakio landete. Wie bereits im Hinspiel zeichnete sich der Belgier damit gemeinsam mit Richter als Torschützen aus. Dabei sollte es schlussendlich auch bleiben. Hertha spielte clever die Zeit von der Uhr, ohne dass Augsburg das Tor der Hausherren ernsthaft in Gefahr bringen konnte.

Der FC Augsburg behält sich somit in 2023 zwei Gesichter. Nach der zweiten schwachen Leistung gegen die Berliner in dieser Saison bleibt der FCA auswärts weiter ohne Erfolgserlebnis in diesem Jahr und muss darauf hoffen, dass die Heimserie hält. Am kommenden Samstag (15:30 Uhr) kommt Werder Bremen ins Lechfeld.