Debakel für die Kangaroos – 60:100 in Weißenhorn

Erwartungsgemäß nichts zu ernten gab es für BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen im dritten Spiel der Abstiegsrunde in der 2. Basketball Bundesliga PRO B. Bei den Weißenhorn Youngstars unterlag man am Sonntagabend deutlich mit 60:100 (30:49) und konnte in dieser Partie nur in der Anfangsphase mithalten. Damit bleibt man in den Play-Downs weiterhin ohne Sieg.

2014-02-15_knagaroos_speyer_016.jpg- Debakel für die Kangaroos - 60:100 in Weißenhorn Basketball News News Sport | Presse Augsburg

Die Vorzeichen vor der Partie hätten unterschiedlicher kaum sein können. Die Westschwaben konnten weitestgehend auf ihren besten Kader zurückgreifen, die Ulmer Doppellizenzspieler Till Jönke und Jonathan Maier kamen sogar direkt vom Pokalfinale gegen Alba Berlin in die Weißenhorner Dreifachturnhalle. Die Leitershofer hingegen traten erneut nur mit dem verbliebenen Rumpfkader an, dazu hatte man Julian Breuer sogar noch für die schwäbische U18-Meisterschaft abgestellt. Die Kangaroos fanden aber trotzdem ganz gut ins Spiel und gingen gleich einmal mit 10:4 in Führung. Danach egalisierte der Gegner dann den Vorsprung nach und nach und lag zum Ende des ersten Viertels selbst mit 20:16 in Front. Im zweiten Abschnitt wuchs dieser Vorsprung an. Zunächst konnte die BG noch halbwegs dagegen halten, allerdings hatte Weißenhorn die deutlich höhere individuelle Klasse zu bieten. Vor allem die Kreise von Jönke und auch des Ex-Bundesligaspielers Shtein konnten die Leitershofer kaum einengen. Kurz vor der Halbzeit lief bei den Stadtbergern nicht mehr viel zusammen, der 19-Punkte Rückstand zur Halbzeit entsprach da schon einer Vorentscheidung, auch weil bei einigen der noch verbliebenen sieben Leitershofern die Foulbelastung schon relativ hoch war. Die zweite Spielhälfte verlief ähnlich, bis zur 27. Minute (45:65) war der Rückstand zwar nicht weiter angewachsen, konnte aber eben auch nicht reduziert werden. Dann aber legte das Farmteam von ratiopharm Ulm erneut zu und fügte den Kangaroos eine letztendlich doch sehr hohe Niederlage bei. Bereits am kommenden Sonntag treffen die beiden Teams erneut aufeinander, dann in der Stadtberger Osterfeldhalle (Spielbeginn 16 Uhr). Für Leitershofen geht es nicht erst seit gestern ja nur noch um die goldene Ananas, während die drei Konkurrenten aus Weißenhorn, Nördlingen und Speyer sich in den verbleibenden drei Partien weiterhin einen engen Kampf um den zweiten Absteiger geben. Momentan weisen alle drei Teams 20 Punkte in der Tabelle auf. Für Spannung ist hier also noch gesorgt.

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BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen: Nico Breuer (11/1 Dreier), Provost (11/1 Dreier), Spindler, Uhlich (6), Petersen (4), Wysocki (12), Woelki (4), Hadzovic (12)

Beste Werfer Weißenhorn: Jönke (34), Ware (20)

DJK Landsberg verlor man mit 67:76 und versäumte es, aus eigener Kraft den Klassenerhalt in der 2. Regionalliga Süd klar zu machen. Bis eine Minute vor dem Ende lag man nur ein Punkt zurück und vergab dann zweimal aus aussichtsreichster Lage. Bedingt durch die Niederlage mussten  die Young Kangaroos nun auf den Ausgang der anderen Spiele hoffen. Diese liefen auch nicht ganz optimal. Zwar wurde das Mindestziel erreicht, fünf Teams in der aus der Nord- und Südstaffel zusammengerechneten Tabelle hinter sich zu lassen. Pikanterie aber am Rande: Sollten die Giants aus Nördlingen nun auch noch aus der PRO B absteigen, hätte dies Auswirkungen bis in die 2. Regionalliga, aus welcher dann statt fünf eben sechs Teams absteigen müssten.

Über den schwäbischen Vizemeistertitel konnte sich die U18 der Leitershofer am Sonntagnachmittag freuen. Zunächst besiegte man im Halbfinale die DJK Kaufbeuren mit 72:63. Im Finale gegen den Dauerrivalen TSV Nördlingen hielt man das Spiel bis ins vierte Viertel ausgeglichen, musste sich am Ende aber noch mit  80:100 geschlagen geben. Trotzdem hat sich das Team von Trainer Christian Ohler gemeinsam mit den Riesern wie schon letzte Saison für die südbayerische Meisterschaft qualifiziert. Dort trifft man am 13. April in München dann wohl im Halbfinale auf den FC Bayern München.

Stimmen zum Spiel:
BG-Headcoach Adnan Badnjevic: „Eine Weile konnten wir gegen Weißenhorn mithalten, dann ist es dahingegangen. Diese für uns langatmige Abstiegsrunde geht mit dem verbliebenen Minikader natürlich inzwischen enorm an die Substanz, da ist es relativ schwierig, nach Rückständen wieder ins Spiel zurück zu finden. Mit dem Weißenhorner Trainer hatte ich während des Spiels einen kleinen Disput, weil er mir vorwarf, dass wir seine Spieler verletzten wollen um den Nördlingern im Abstiegskampf zu helfen. Das ist natürlich kompletter Unsinn. Es tut mir leid, wenn sich beim Gegner zwei Spieler verletzt haben, das war aber einfach Pech. Weißenhorn hat auch sehr intensiv gespielt und man wird von meinem Team nicht verlangen können, dass wir in den verbleibenden Spielen nur Spalier stehen “.