Dehoga drängt auf baldigen Rettungsfonds

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) sieht „dringenden Handlungsbedarf“ zur Rettung von mehreren Zehntausend Betrieben in der Tourismusbranche durch den Staat. „Wenn jetzt im Mai nicht gehandelt wird und ein Rettungsfonds geschaffen wird für unsere Betriebe mit direkten Finanzhilfen, dann sehe ich für unsere Branche schwarz“, sagte Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges der „Bild“. Die Lage sei „sehr, sehr akut“.

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70.000 Unternehmen hätten angegeben, nur noch Liquidität für 20 Tage zu haben – das sei ein Drittel der 223.000 Unternehmen in der Branche. Wenn nicht schnell geholfen werde, „dann werden viele, viele Betrieben in den Städten wie auch auf dem Land, und zwar große wie kleine, die Krise nicht überleben“. Es würden dauerhaft ganze touristische Strukturen zerstört, so die Dehoga-Hauptgeschäftsführerin.

Die Bundesregierung habe in der Coronakrise „viel richtig gemacht“. Jetzt sei aber an der Zeit, „konkret über die Öffnung unserer Branche zu sprechen“. Sie begrüßte, dass einzelne Länder bereits entsprechende Pläne vorgelegt hätten. „Wir freuen uns, wenn die Urlaubssaison in Deutschland gerettet wird“, sagte Hartges.