Uni Augsburg | Historikerin Prof. Dr. Elke Seefried hält Antrittsvorlesung

Anfang Dezember 2015 wurde Prof. Dr. Elke Seefried für ihre Habilitationsschrift über die Zukunftsforschung in den 1960er und 1970er Jahren von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften mit dem Max Weber-Preis ausgezeichnet. Am 27. Januar 2016 stellt sich die Historikerin, die seit 2014 eine Professur für Neueste Geschichte an der Universität Augsburg innehat und Zweite Stellvertretende Direktorin des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin (IfZ) ist, in ihrer Augsburger Antrittsvorlesung vor. Unter dem Titel „Demokratische Zukünfte im 20. Jahrhundert“ wird sie Aspekte ihrer Habilitationsschrift aufgreifen.

uni_Seefried_Elke-2Cifz Uni Augsburg | Historikerin Prof. Dr. Elke Seefried hält Antrittsvorlesung News Max Weber-Preis Prof. Dr. Elke Seefried Universität Augsburg | Presse Augsburg
Prof. Dr. Elke Seefried ist seit 2014 Zweite Stellvertretende Direktorin des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin (IfZ). An der Universität Augsburg lehrt sie Neueste Geschichte. | Foto: ifz

In den 1960er und 1970er Jahren gab die Hoffnung, Zukunft vorhersagen, sie gestalten und zwischen unterschiedlichen „Zukünften“ u. U. wählen zu können, der Forschung wichtige Impulse. Vorübergehend etablierte sich die „Zukunftsforschung“ als – wenngleich heterogene und aus ganz unterschiedlichen Disziplinen gespeiste – Wissenschaft.

Mit diesem zuvor kaum erforschten Phänomen hat Elke Seefried sich ausführlich auseinandergesetzt, und es ist ihr gelungen, eine Forschungslücke zu schließen: Als erste habe Seefried die „Zukunftsforschung“ in ihrer Pluralität, ihren Netzwerken, ihren erkenntnistheoretischen Grundlagen und in ihrer wissenschaftlichen Praxis fassbar gemacht, betonte die Jury des Max Weber-Preises in ihrer Laudatio. Seefrieds Studie beruhe auf einer vorbildlichen internationalen Quellenerschließung und -auswertung. Personen-, institutionen- und politikgeschichtliche Aspekte würden hier in einem transnational orientierten wissenschaftsgeschichtlichen Gesamtzugriff ineinandergreifen.

Der Max Weber-Preis

Der Max Weber-Preis wird von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften seit 1994 für besondere Leistungen in den Geisteswissenschaften vergeben, er ist mit 4.000 Euro dotiert und wird aus Mitteln der Stiftung zur Förderung der Wissenschaften in Bayern finanziert. Die Bayerische Akademie der Wissenschaften ist die größte und eine der ältesten Wissenschaftsakademien in Deutschland. Sie ist zugleich  Gelehrtengemeinschaft und Forschungseinrichtung von internationalem Rang.

Die Antrittsvorlesung „Demokratische Zukünfte im 20. Jahrhundert“ von Prof. Dr. Elke Seefried findet am Mittwoch, dem 27. Januar 2016, im Rahmen der „Augsburger Historischen Ringvorlesung“ statt. Beginn ist um 18.15 Uhr im Hörsaal II des Großen Hörsaalzentrums, Universitätsstraße 10 (Gebäude C), 86159 Augsburg.

MH