Am Wirtschaftsstandort Augsburg und im Umkreis von rund einer Autostunde um Augsburg sind rund 20.000 Menschen in der Luft- und Raumfahrtindustrie beschäftigt. Grund genug, über die Leistungsfähigkeit des Standortes zu informieren. Anlässlich des 63. Deutschen Luft- und Raumfahrtkongresses der DGLR vom 16. – 18. September in Augsburg öffneten das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt sowie die Fraunhofer-Gesellschaft den Medien exklusiv ihre Pforten. Informiert wurde über zahlreiche Aktivitäten und Angebote im Wirtschaftsraum. Außerdem konnte erstmals der Rohbau des Technologiezentrums Augsburg besichtigt werden.

1_AUGSBURG-Aerospace-Area_Pressegespräch 63. Deutscher Luft- und Raumfahrtkongress in Augsburg News Wirtschaft Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt Deutschen Luft- und Raumfahrtkongresses Fraunhofer-Gesellschaft Regio Augsburg Wirtschaft | Presse Augsburg
In Augsburg forschen Unternehmen und Forschungseinrichtungen gemeinsam an Leichtbau-Produktionstechnologien für die Luft- und Raumfahrt. Welche Vorteile die engen Kooperationen bieten, erklärten (von links nach rechts) Prof. Dr. Michael Kupke, Leiter des Zentrums für Leichtbauproduktionstechnologie ZLP des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) am Standort Augsburg, Dr. Guido Henn, Leiter CFK-Teile und Komponenten beim Airbus-Zulieferer Premium Aerotec, Prof. Dr. Klaus Drechsler, Leiter der Forschungsgruppe Funktionsintegrierter Leichtbau FIL, das zum Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT gehört, Andreas Thiel, Geschäftsführer Regio Augsburg Wirtschaft GmbH und Andreas Gundel, Vorstand bavAIRia und Geschäftsführer des Gersthofer Ingenieurbüros Cadcon. Quelle: Regio Augsburg Wirtschaft GmbH

„Als anwendungsorientierter Technologie- und Produktionsstandort bieten wir Unternehmen und Forschungseinrichtungen der Luft- und Raumfahrtindustrie optimale Bedingungen“, berichtet die zweite Bürgermeisterin Eva Weber bei der Führung durch den Rohbau des Technologiezentrums, das Herzstück des Augsburg Innovationspark. „Innovationen etwa bei Komponenten, Aero- und Raumfahrtstrukturen bis hin zu ganzen Luftfahrzeugen werden beschleunigt und schnell in marktreife Produkte umgesetzt“, so Weber weiter. Um dafür den Boden zu bereiten, realisiert die Stadt Augsburg zusammen mit dem Landkreis derzeit ein wohl einzigartiges Jahrhundertprojekt: den Augsburg Innovationspark. Auf einer 70 Hektar großen Fläche können sich Technologieunternehmen und Forschungseinrichtungen zwischen Universität und SGL-Arena ansiedeln oder sich ins Technologiezentrum einmieten. Dort können sie Projekte selbst oder im Verbund mit anderen Mietern in kurzer Zeit erfolgreich abschließen.

Einzigartige Konzentration von Weltmarktführern und Kompetenzen

Zahlreiche Unternehmen der Luft- und Raumfahrtindustrie sind am Wirtschaftsstandort Augsburg und im Umkreis von einer Autostunde ansässig, rund 20.000 Beschäftigte zählt die Branche in der Region. Dazu zählen Materialhersteller, Automatisierer für die Produktion, große Systemintegratoren und Zulieferer. Einer der weltweit größten, externen Zulieferer für Airbus ist Premium AEROTEC in Augsburg. Bei der Veranstaltung erläuterte Dr. Guido Henn, Leiter für kohlenstofffaserverstärkte Teile CFK, welche Vorteile das Unternehmen vom Sitz Augsburg hat und wie die Kooperation mit der in Augsburg ansässigen Fraunhofer-Projektgruppe Funktionsintegrierter Leichtbau (FIL) aussieht: „Räumliche Nähe schafft auch gedankliche Nähe: Da kann man auch ungewöhnliche Ideen gemeinsam zu einer echten Innovation treiben – schnell und effizient. Erste Erfolge bei der Einführung einer neuen gemeinsam entwickelten Technologie zur automatisierten Herstellung von CFK-Bauteilen sind ein Beleg dafür.“

Robotergestützte Forschungsplattform zur Simulation von Großserien-Prozessen

„Mit unseren lokalen Partnern wie Premium Aerotec, KUKA, SGL, MT Aerospace, Airbus Helicopters und vielen mehr sind wir eng vernetzt“, so Prof. Dr. Klaus Drechsler. Er leitet die Projektgruppe FIL, die zum Institut für Chemische Technologie ICT gehört. Fraunhofer-Wissenschaftler arbeiten in Augsburg mit dem  Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zusammen.

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Prof. Dr. Heinz Voggenreiter (links), Direktor des DLR-Instituts für Bauweisen und Strukturtechnologie, erläuterte zusammen mit Prof. Dr. Michael Kupke (rechts) die robotische Forschungsplattform im Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie ZLP des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) in Augsburg. Sie ist international einzigartig. Quelle: Regio Augsburg Wirtschaft GmbH

In Augsburg forscht das DLR an automatisierbaren, serientauglichen Produktionsverfahren für Leichtbaustrukturen, insbesondere aus Faserverbundwerkstoffen. Von der Modernität der Anlagen am Standort konnten sich die Teilnehmer beim Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie (ZLP) des DLR überzeugen: „Bei uns am DLR-Zentrum für Leichtbau-Produktionstechnologie in Augsburg entwickeln wir mit einer international einzigartigen robotischen Forschungsplattform modernste Automationstechnologien für die Produktion von Leichtbaustrukturen der Luft- und Raumfahrt im Full-Scale-Maßstab“, erläuterte Prof. Dr. Heinz Voggenreiter, Direktor des DLR-Instituts für Bauweisen und Strukturtechnologie.

Exzellente Ausbildungsmöglichkeiten

Auch für die Ausbildung ist am Standort gesorgt: Die Hochschule Augsburg bietet zum Beispiel den englischsprachigen Studiengang Lightweight Construction and Composite Technology. Am Institut für Materials Ressource Management (MRM) können sich Interessierte an der Universität Augsburg zum Bachelor „Wirtschaftsingenieur“ ausbilden lassen. Der sparsame Einsatz von Ressourcen steht dabei immer im Mittelpunkt.

Erfolgreicher durch Vernetzung

Branchennetzwerke und Technologiecluster garantieren den Wissenstransfer, durch den eine Hochtechnologie-Branche wie die Luft- und Raumfahrt erfolgreich wird. Der Wirtschaftsraum Augsburg bietet eine Reihe von Vernetzungsmöglichkeiten, angefangen bei Carbon Composites e.V. über MAI Carbon bis hin zu bavAIRia e.V. Der Verein hat den Auftrag, das bayerische Aerospace-Cluster zu betreuen und die Wissensträger in Luftfahrt, Raumfahrt und Satellitennavigation zu vernetzen. bavAIRia-Vorstand Andreas Gundel vom Unternehmen CADCON betonte dabei die Vorreiterstellung des Wirtschaftsraums A3.

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Dr. Guido Henn, Leiter CFK-Teile und Komponenten bei Premium Aerotec, vor einem Rumpfbauteil für Airbus. Ingenieure des Unternehmens entwickelten es mit Fraunhofer-Wissenschaftlern in einem gemeinsamen Projektteam.Quelle: Regio Augsburg Wirtschaft GmbH

Quelle: PM Regio Augsburg Wirtschaft GmbH