Der AEV fightet verbissen aber verliert 2:3 gegen München

Die Panther können einfach keine Länderspielpause. Wie im vergangenen Jahr starten sie mit vier Niederlagen in Serie nach dem Deutschland-Cup. Der Panther Co-Trainer Greg Thomson musste ohne die verletzten Bayda, Hinterstocker, Grygiel und Connolly im bayerischen Derby gegen den EHC Red Bull München ins Spiel gehen. Thomson vertrat auf der Bank den ebenfalls erkrankten Head-Coach Larry Mitchell. In für gewöhnlich gut informierten Kreisen wird von Hüftproblemen gesprochen, mit denen Mitchell schon längere Zeit zu kämpfen haben soll. Mitchell verpasste bei der 2:3 Niederlage erstmals in sieben Jahren ein Spiel seiner Panther.

aev_ehc_rb_0091 Der AEV fightet verbissen aber verliert 2:3 gegen München Augsburger Panther News Sport AEV Augsburg CFS DEL EHC Eishockey greg thomson LEW mitchell München Panther Red Bull rote bullen Sparkasse | Presse Augsburg
Musste ohne die verletzten Bayda, Hinterstocker, Grygiel und Connolly im bayerische Derby gegen den EHC Red Bull München ins Spiel gehen: Greg Thomson | Foto: Sebastian Pfister

Die Panther begannen mutig und engagiert. Trevelyan oder DaSilva hätten die Panther früh in Führung bringen können, aber sie scheiterten mit ihren Versuchen an Hardy. Der AEV brachte sich dann mit zwei Strafzeiten innerhalb von vier Sekunden für Breitkreuz (Stock-Check) und Tölzer (Hoher Stock) selbst in arge Bedrängnis. DiSalvatore schob dann 22 Sekunden nach Beginn der doppelten Überzahl zur 1:0 für die Landeshauptstädter ein. Den Panthern fehlte später in einer stark aber erfolglos gespielten Überzahl das nötige Glück. Caporusso, DaSilva und Trevelyan hatten beste Chancen, aber scheiterten am starken Hardy (12.). Die Jungs vom Schleifgraben gingen mit einem 0:1 Rückstand aber einem Mann mehr auf dem Eis in die erste Pause.

Der AEV startete wegen der 2+2 Minuten Strafe gegen Wozniewski mit 3 Minuten Powerplay ins Mitteldrittel. Das zuletzt in die Kritik gekommene Powerplayspiel der Panther brachte wieder nicht den erhofften Ausgleich, sondern einen weiteren Treffer für die roten Bullen. Mason schlug hinter dem eigenen Tor über die Scheibe und der Münchner Roe netzte unter Reiß hindurch zum 2:0 ein. Die Panther zeigten Moral. Fehlenden Einsatz konnte man den Panthern wahrlich nicht vorwerfen. Trevelyan belohnte die tapfer kämpfenden Schwaben nach einem schönen Alleingang über die linke Seite mit dem Anschlusstreffer (28.). Der auffällige T.J. Trevelyan hatte Sekunden vor der Pausensirene auch den Ausgleich auf dem Schläger. Er tauchte alleine vor dem Tor der Gäste auf, scheiterte aber am glänzend aufgelegten Goalie Hardy.

aev_ehc_rb_0085 Der AEV fightet verbissen aber verliert 2:3 gegen München Augsburger Panther News Sport AEV Augsburg CFS DEL EHC Eishockey greg thomson LEW mitchell München Panther Red Bull rote bullen Sparkasse | Presse Augsburg
Trevelyan belohnte die tapfer kämpfenden Schwaben nach einem schönen Alleingang über die linke Seite mit dem Anschlusstreffer (28.) | Foto: Sebastian Pfister

Im Schlussdrittel erspielten sich die Panther direkt einige gute Chancen. Trevelyan (42.) und Machacek (43.) scheiterten aber an Hardy (42.) und Ciernik am Pfosten (42.). Die Münchner erzielten stattdessen im Stile einer Spitzenmannschaft das 3:1. Zwei schnelle Pässe waren nötig um sich durch die Pantherabwehr zu kombinieren. Kahun überwand im Abschluss mit seiner Rückhand Keeper Mason (47.). Richtig laut wurde es im CFS nach dem erneuten Anschlusstreffer durch DaSilva (56.). DaSilva verwertete dabei einen von vielen Abprallern vor dem Tor der Münchner. Interimscoach Thomson versuchte am Ende alles und schickte in der Schlussminute einen sechsten Feldspieler aufs Eis. Der Ausgleich blieb den bis zuletzt fightenden Fuggerstädtern jedoch verwehrt.

Die Panther machen aus ihren Chancen einfach wieder mal zu wenig und sind in Überzahl nicht zwingend genug. Kampf und Leidenschaft waren heute gegen den starken Tabellenzweiten nicht genug.

Am Freitag empfängt der AEV nun die Sechstplatzierte Düsseldorfer EG im CFS, da müssen die Augsburger mit oder ohne Larry Mitchell auf der Bank wieder punkten.

AEV: Christopher Mason, Markus Keller, Braden Lamb, Jeffery Woywitka, Fabio Carciola, Steffen Tölzer, James Bettauer, Spencer Machacek, Patrick Seifert, Daniel DaSilva, Luigi Caporusso, Thomas Jordan Trevelyan, Ivan Ciernik, Brett Breitkreuz, Arvids Rekis, Daniel Weiß, Hans Detsch, Maximilian Schäffler, Sebastian Uvira, André Reiß,
Tore: 0:1 DiSalvatore (Regehr, Roe) 8. Min.; 0:2 Roe 21. Min.; 1:2 Trevelyan 28. Min.; 1:3 Kahun
(Maurer, Wozniewski) 47. Min.; 2:3 DaSilva (Lamb, Caporusso) 56. Min.;
Schiedsrichter: Bauer, Piechaczek / Hauber, Lajoie Strafzeiten: Augsburg – München
Zuschauer: 5.303

Alle Bilder des Spiels von Presse Augsburg-Fotograf Sebastian Pfister