Der AEV hatte zum Sonntagsspiel die Thomas Sabo Ice Tigers aus Nürnberg zu Gast im Curt-Frenzl-Stadion. Die Franken sind in den letzten Jahren nicht gerade die Lieblingsgegner der bayerischen Schwaben gewesen. Nürnberg gewann in der vergangenen Saison alle vier Derbys. Im Heimspiel heute hagelte es  für die Panther nach der 1:5 Niederlage im September die sechste Schlappe in Folge gegen die Franken. Augsburg kassierte in 9 Sekunden zwei Tore und verlor mit 1:4 gegen die Ice Tigers.

2014102_aev_nuernberg_0019 Der AEV verliert in 9 Sekunden die Partie gegen die Ice Tigers Augsburger Panther News Sport AEV Augsburg Augsburger Panther DEL del.org Derby Eishockey Ice Tigers icetigers Nürnberg Panther thomas sabo | Presse Augsburg
Der AEV verliert in 9 Sekunden die Partie gegen die Ice Tigers. | Foto: Sebastian Pfister

Das Match wurde von beiden Mannschaften von Beginn an intensiv geführt. Die bessere und gefährlichere Mannschaft war zu Beginn der AEV. Nürnberg tauchte erstmals nach 6 Minuten richtig gefährlich vor dem Panther Tor auf. Ehliz traf mit seinem Schuss aber nur die Latte von Goalie Masons Tor. Mason zeichnete sich aus, als er wenig später Jaspers Schuss glänzend parierte und auch in den folgenden Aktionen zur Stelle war.

Nach der ersten überstandenen Unterzahlsituation der Rot-grün-weißen nach einer Strafe gegen Trevelyan, lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch. Die besten Chancen auf eine Pantherführung hatten Machaczek der aus spitzem Winkel an Jenike scheiterte sowie Breitkreuz und Weiß mit ihrer Doppelchance.

Die Ice Tigers hatten ebenfalls ihre Chancen. Am gefährlichsten wurde es für die Panther nach Strafzeiten gegen Ciernik und Woywitka (je 2 Minuten wegen Hakens) kurz vor der Drittelpause. Im 3-5 checkte Connolly dabei ohne Schläger aber mit viel Courage einen Nürnberger gegen die Bande und klärte die Situation. Ciernik kam mit der Pausensirene zurück und die Panther überstanden im zweiten Drittel weitere 39 Sekunden in einfacher Unterzahl, dank einer Glanztat von Mason.

Der offene Schlagabtausch setzte sich auch im zweiten Abschnitt fort. Die fränkischen Glitzersteinchen waren zunächst etwas gefährlicher als die Panther. Den Panther gelang es auch nicht in den 1:48 im 5 gegen 3 Powerplay in Führung zu gehen.

Stattdessen landeten die Franken einen Doppelschlag. Ehliz zog von der linken Seite ab und Mason parierte zunächst, konnte die Scheibe aber nicht festhalten. Reinprecht ging nach und drückte die Scheibe zum 1:0 über die Linie. Direkt nach dem Bully zog Reimer an den Pantherverteidigern vorbei und schob dem alleingelassenen Mason die Scheibe zwischen den Beinen hindurch ins Tor. 2:0 für Nürnberg. Die über weite Strecken offene Partie drehte sich in Sekunden in Richtung der Franken und die 4.592 rieben sich verwundert die Augen.

Kurz vor der Drittelpause legten die Franken nach. Der beim 1:0 erfolgreiche Reinprecht setzte Ehliz ein. Augsburgs Rekis konnte Ehliz nicht entscheidend stören und Ehliz netzte sehenswert zum vorentscheidenden 3:0 für die Ice Tigers ein. Der AEV ging einfach zu fahrlässig mit seinen Chancen um. Die Franken hatten nun alle Trümpfe in der Hand.

Den Jungs vom Schleifgraben konnte man im letzten Drittel eines nicht vorwerfen, und zwar fehlenden Einsatzwillen. Sie fighteten sich und mühten sich, aber nach vorne ging einfach zu wenig zusammen. Die Ice Tigers waren dem vierten Tor über weite Strecken näher, als die Panther dem ersten.

In der 53. Minute nahm Trainer Mitchell Goalie Mason aus dem Tor und lies ein 6-5 Powerplay aufziehen. Der AEV setzte Nürnberg in deren Drittel fest und erzwang den Anschlusstreffer. Lamb zog aus der Distanz ab und Weiß verwertete den Abpraller zum 1:3. Die Rot-grün-weißen wollten es dann noch einmal wissen. Trevelyan hatte das 2:3 im Handgelenk, aber sein Schuss ging haarscharf am Nürnberger Kasten vorbei (56.).

Mitchell versuchte am Ende nochmal ein 6-5 Powerplay aufziehen zu lassen. Das brachte dann die endgültige Entscheidung zugunsten der Franken. Schüle erzielte das 1:4. Er bekam die Scheibe und schob ins verwaiste Tor der Panther ein.

Die Panther spielten 30 Minuten gut mit aber verlieren am Ende verdient mit 1:4. Augsburg ließ im Angriff einfach zu viele Chancen ungenutzt. Damit bleibt es an diesem Wochenende bei den zwei Punkten aus dem Freitagspiel gegen Wolfsburg.  Kommenden Freitag geht es jetzt für die Panther in Hamburg wieder darum, dass Punktekonto zu füllen.

AEV: Mason, Keller – Lamb, Woywitka, Tölzer, Bettauer, Rekis, Reiß – Carciola, Machacek, DaSilva,  Caporusso, Trevelayn, Ciernik, Breitkreuz, Connolly, Weiß, Grygiel, Uvira, Schäffler
Tore: 0:1 Reinprecht (Ehliz) 31.; 0:2 Reimer 31.; 0:3 Ehliz (Reinprecht, Eriksson) 39.; 1:3 Weiß (Lamb, Tölzer) 54.; 1:4 Schüle (Reinprecht, Jenike) 57.

Schiedsrichter: Klau, Piechaczek | Flad, Lajoie Strafzeiten: Augsburg 8 Minuten –  Nürnberg 8 Minuten
Zuschauer: 4.592

Die Bilder zum Spiel von Presse Augsburg Fotograf Sebastian Pfister: