Der AEV verliert trotz großem Kampf das Derby gegen Ingolstadt

Die Augsburger Panther empfingen am achten Spieltag den ERC Ingolstadt zum ersten Heimspiel-Derby der noch jungen Saison. Das Duell der beiden bayerischen Panther war ein Spiel zweier Tabellennachbarn. Am Ende stehen die Fuggerstädter aber trotz couragierter Leistung nach dem 4:5 gegen die Oberbayern ohne Punkte da.

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Die Panther verlieren trotz hartem Kampf gegen Ingolstadt. Foto: Wolfgang Czech

Die Bedeutung des Derbys für die Ingolstädter stellte Gäste-Torjäger Greilinger vor der Partie in Schwaben klar: „Das größte Derby für uns ist in Augsburg, von der Rivalität und den Fans her gesehen“. Die Teams begannen entsprechend bissig und engagiert. Der AEV hätte in den ersten Minuten nach Abschlüssen von Holzmann (1.), Stieler (2.), Grygiel (3.) und Polaczek (4.) früh in Führung gehen können. Statt der Hartgummischeibe zappelte in der Anfangsphase aber nur Alexander Polaczek nach seinem Versuch selbst im Tornetz. Der mitgelaufene Dinger hatte nach Zuspiel von Davies die Führung für die schwäbischen Panther auf dem Schläger. Gäste-Goalie Pielmeier parierte jedoch glänzend. Sekunden später schlug die Scheibe dann im Kasten von Boutin ein. Ingolstadt brachte über Buchwieser und Boyce den Puck schnell nach vorne und Irmen netzte für die Gäste zur 1:0 Führung ein (12.). Die Rot-grün-weißen schüttelten sich kurz, und glichen wenig später im ersten Powerplay des Tages aus. Taticek musste nach seinem Stockcheck zusehen wie Pielmeier einen Lamp-Schuss noch parierte, gegen den Nachschuss von TJ Trevelyan aber chancenlos war (17.). Das 1:1 war dann auch der Pausenstand, nachdem Pielmeier gegen Leblanc und Boutin gegen Taticek ihre Teams noch vor einem späten Rückstand bewahrten.

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Ein hart umkämpftes Spiel zwischen den Panthern. Foto: Wolfgang Czech

Taticek hatte offenbar gefallen an der Strafbank in Augsburg gefunden, und verbrachte nach einem Stockschlag erneut zwei Minuten in der Box. Das Powerplay konnten die Jungs vom Schleifgraben diesmal trotz Chancen für Trevelyan, Holzmann und Davies nicht nutzen. Die Oberbayern nutzten stattdessen kurz darauf ihr erstes Eigenes Überzahlspiel (Guentzel – Haken). Pohl verwertete nach Taticeks Hereingabe einen Abpraller und sorgte damit für die erneute Gästeführung (29.). Stieler hätte für die Hausherren ausgleichen können, schaffte es in mehreren Versuchen aber nicht die Scheibe an Pielmeier vorbei zu bringen (31.). Besser machte es auf der anderen Seite Oppenheimer, der nach Zuspiel von Buck das 3:1 für die oberbayerischen Panther erzielte (32.). Ihren Biss verloren die heimischen Panther trotz des Zwei-Tore-Rückstands nicht, und kämpften nach ein paar Schreckminuten einfach weiter. Mit Erfolg. Parkes drückte im Nachsetzen die Scheibe an Pielmeier vorbei. Den Anschlusstreffer konnten die Gäste auch mit dem anschließenden Videobeweis nicht mehr verhindern (34.). Die Chance den Ausgleich während eines Powerplays (McNeill – Halten) zu erzielen, ließen die Panther ungenutzt und es ging mit dem 2:3 in die letzte Pause.

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Der AEV muss sich außer der Chancenverwertung nichts vorwerfen. Foto: Wolfgang Czech

Die Rot-grün-weißen erwischten einen guten Start in den Schlussabschnitt. Hanowski erkämpfte sich die Scheibe hinter dem Gästetor und versuchte Pielmeier zu überraschen. Trevelyan schaltete am schnellsten und besorgte den Ausgleich (42.). Grygiel hätte aus kürzester Distanz die Führung für die Augsburger erzielen können, scheiterte aber an Pielmeiers überragender Reaktion (44.). Bei angezeigter Strafe gegen die Hausherren schlug es hinter Boutin ein. Schopper hielt von der blauen Linie drauf und besorgte die erneute Führung für die Gäste(45.). Der AEV kämpfte weiter und hatte durch Parkes, Davies und Tölzer durchaus Chancen auf den Ausgleich. Die Schwaben ließen einfach die Kaltschnäuzigkeit der Ingolstädter vermissen. Einsatzbereitschaft und Kampfgeist konnte man den Fuggerstädtern nicht absprechen. In der Chancenverwertung lag das Problem. Die Gäste stellten ihre Offensivbemühungen weitestgehend ein. Den Blau-weißen Panthern ging es in der Schlussphase nur noch darum ihre Führung über die Zeit zu retten. Die Panther steckten nicht auf und versuchten mit sechs Feldspielern auf dem Eis noch den Ausgleich zu erzielen. Irmen ließ sich 47,9 Sekunden vor Ende aber von Lamb nicht mehr stoppen, und schloss einen Konter auf das leere Tor erfolgreich ab. Der Anschlusstreffer durch Hanowski war dann 15 Sekunden vor dem Ende nur noch Ergebniskosmetik.

Die Panther stehen am Ende des Wochenendes trotz engagierter Leistungen gegen Iserlohn und Ingolstadt ohne Punkte da.

AEV: Boutin, Meisner – Lamb, Cundari, Guentzel, Tölzer, Valentine, Dinger – Davies, Hanowski, Polaczek, Holzmann, MacKay, Leblanc, Stieler, Trevelyan, Trupp, Grygiel, Parkes, Thiel
Tore: 0:1 Irmen (Boyce, Buchwieser); 1:1 Trevelyan (Lamb, Holzmann); 1:2 Pohl (Taticek, Jacques); 1:3 Oppenheimer (Buck, Greilinger); 2:3 Parkes (Stieler , Tölzer); 3:3 Trevelyan (Hanowski): 3:4 Schopper; 3:5 Irmen (Boyce, Pielmeier); 4:5 Hanowski (Lamb)
Schiedsrichter: Brüggemann, Krawinkel | Kohlmüller, Kretschmer  Strafzeiten:  Augsburg  2 – Ingolstadt 6
Zuschauer: 4.689 

Die Bilder zum Spiel von Wolfgang Czech: