Es enthält rund 200 Farbaufnahmen,Abbildungen und Illustrationen. Sein Umfang beträgt mehr als  250 Seiten. Gemeint ist das neue Buch über den Hohen Dom zu Augsburg: „Der Augsburger Dom – Sakrale Kunst von den Ottonen bis zur Gegenwart“. Der Band ist seit Freitag im Diözesanmuseum St. Afra erhältlich. Zu beziehen ist er aber auch über den Buchhandel. Herausgeber des soeben im Deutschen Kunstverlag erschienenen Werkes ist die Diözese Augsburg.

Der-Augsburger-Dom-Buch-Cover „Der Augsburger Dom“ - Ab sofort in Buchhandel und Diözesanmuseum erhältlich Kunst & Kultur News Buch Der Augsburger Dom | Presse Augsburg
Cover

 

In seinem Grußwort schreibt Bischof Dr. Konrad Zdarsa: „Der Hohe Dom zu Augsburg ist ein Zeugnis für die Glaubens- und Kulturgeschichte von Generationen. (…) Immer aber ist er Ausdruck des Glaubens an die Gegenwart Gottes in unserer Zeit und Hinweis auf unser himmlisches Ziel“. Mit der prächtigen
Bebilderung und den begleitenden Texten böte das Buch eine reiche Quelle, sich mit diesem einzigartigen Gotteshaus immer wieder neu auseinanderzusetzen, so der Bischof.

Nach dem seit 2013 vorliegenden kleinen Dom-Kirchenführer (Kunstverlag Josef Fink) und dem Inventarband von 1995 (D. Chevalley, erstellt im Auftrag des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege), der seinerzeit nach rein sachlichdokumentarischen Ansprüchen konzipiert und ausschließlich schwarz-weiß illustriert wurde, stellt der Band jetzt ein Novum dar: Seit 1965 wurde nichts Vergleichbares mehr produziert.

Konzeption, Redaktion und Bildregie lagen in der Stabstelle Kirchliches Bauwesen und Kunst und erfolgten in enger Abstimmung mit dem zuständigen Bischofsvikar Karlheinz Knebel, zugleich Summus Custos der Kathedralkirche. „Das Buch sollte kein Textband mit erläuternden Bildern werden, sondern ein ästhetisch ansprechender, durchgängig von hochwertigen Fotografien geprägter Band mit erläuternden Texten zu wichtigen Themen rund um Bau- und Kunstgeschichte des Doms“, erklärt Diözesankonservator Dr. Michael Schmid das Konzept. Viele Aufnahmen seien bislang nicht in entsprechender Qualität und aus vergleichbaren Blickwinkeln verfügbar gewesen, so Dr. Schmid. So
sind in dem reich bebilderten Werk erstmals auch alle Altäre der Chorkapellen systematisch in Farbaufnahmen dokumentiert.

Die Texte stammen von neun Autoren, darunter Bistumshistoriker Dr. Thomas Groll, Melanie Thierbach und Renate Mäder vom Diözesanmuseum St. Afra sowie Dr. Michael Schmid. Zudem steuerten Daniela Kah, Nadine Kistler-Engelmann und Dr. Mathias Kluge vom Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Augsburg sowie die freiberufliche Kunsthistorikerin Dr. Sabine Klotz und Johannes Schreiter als Künstler der Westchorfenster weitere Artikel bei. Darin lassen sich einerseits eine Reihe neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse finden, andererseits richten sich einige speziell auch an interessierte Laien, die den Dom neu sehen und entdecken wollen.

Am kommenden Sonntag, 12. Oktober, besteht im Anschluss an die Dom-Messe (Gottesdienstbeginn 11.30 Uhr) die Möglichkeit, sich über das neue Buch zu informieren und mit Autoren ins Gespräch zu kommen.  Bei dieser Gelegenheit kann das Buch an der Kasse des Diözesanmuseums erworben werden.

Diözese Augsburg (Hrsg.): Der Augsburger Dom. Sakrale Kunst von den Ottonen bis zur Gegenwart. Deutscher Kunstverlag, 256 Seiten, reich bebildert mit überwiegend neuem Bildmaterial, ISBN 978-3-422-07269-5, Euro 29,90.