Der FC Augsburg hatte am 29. Spieltag den 1. FC Köln zu Gast in der ausverkauften WWK Arena. Hinteregger brachte es vor der Partie auf den Punkt: „Wir müssen uns jetzt den Arsch aufreißen. Das ist das Einzige, was jetzt zählt“. Den Worten ließ er anschließend Taten folgen und ebnete dem FCA mit seinem frühen Treffer den Weg zum 2:1 Heimsieg. Die Schwaben verteidigten den Dreier verbissen. Am Ende ohne Coach an der Linie und mit nur noch acht Feldspielern.

Hinteregger brachte den FCA früh auf die Siegerstraße. Foto: Wolfgang Czech

Die Jungs von Trainer Manuel Baum standen vor der Partie gehörig unter Druck. Im April konnten seine Kicker bis dato nicht punkten (0:6 in München, 2:3 Ingolstadt und 0:2 in Berlin) und die Ingolstädter, mit zuletzt drei Siegen in Folge, hatten den Rückstand auf den Relegationsplatz der Augsburger auf einen Zähler verkürzt.  

Im Vergleich zur enttäuschenden Auswärtsniederlage in der Hauptstadt nahm Baum vier Veränderungen vor: Hinteregger (fehlte gelbgesperrt), Schmid, Altintop und Usami begannen für Janker, Teigl, Kohr und Ji (alle Bank). Die Rückkehr von Hinteregger sollte sich schnell auszahlen. Sekunden nach dem Anstoß konnte er nach einem langen Ball auf Modeste zur Ecke klären, und köpfte Minuten später nach einer Schmid-Ecke zur 1:0 Führung ein (6.). Der Torjubel war in der Arena noch nicht verstummt, als Osako nach Hereingabe von Klünter eine 100%ige liegen ließ.

Hinteregger nach seinem Führungstreffer in der 5. Minute. Foto: Wolfgang Czech

Die Fuggerstädter spielten von Beginn an mit viel Einsatz und zeigten endlich Moral. So setzte zum Beispiel Kapitän Paul Verhaegh mit seinem harten Einsteigen gegen Modeste ein Zeichen, und sah in der 16. Minute die erste Karte der Partie. Nach der hitzigen Anfangsphase beruhigte sich das Spiel ein wenig, bis Danso im Strafraum der Gäste auftauchte und von Sörensen elfmeterreif gefoult wurde. Schiedsrichter Winkmann zeigte sofort auf den Punkt und die Statistiker konnten nach dem souverän verwandelten Elfer bei Paul Verhaegh neben der gelben Karte auch einen Treffer notieren (23.). Die Zirbelnusskicker hatten die Partie nur fest im Griff, und den Rheinländern gelang es kaum Akzente zu setzen. Nach schöner Baier-Flanke in den Strafraum hätte Jonathan Schmid mit einem satten Volleyschuss das 3:0 nachlegen können, aber Horn konnte parieren (36.) und es ging mit dem 2:0 in die Pause.

Köln konnte in der ersten Halbzeit kaum Offensivakzente setzen. Foto: Wolfgang Czech