Der FC Augsburg zittert sich gegen Frankfurt zum ersten Saisonsieg

Dem FC Augsburg gelang heute im vierten Saisonspiel der erste Sieg. Nach einer 2:0-Pausenführung musste gegen Eintracht Frankfurt aber bis zum Ende gezittert werden.

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Der jubelnde Torschütze Richter bedankt sich bei Vorlagengeber Vargas. | Foto: Wolfgang Czech

Drei Spiele und noch kein Sieg. Für den FC Augsburg ging es nach der Länderspielpause heute gegen Eintracht Frankfurt darum dies zu ändern. Trainer Martin Schmidt musste allerdings sein Team erneut deutlicher als geplant umbauen. Neben dem gesperrten Lichtsteiner hatte er kurzfristig auch noch Kapitän Baier (Wadenverletzung), Gruezo (Sprunggelenksverletzung), sowie Innenverteidiger Suchy ersetzen. Der lange verletzte Framberger konnte hingegen sein Comeback auf der rechten Abwehrseite geben.

Die Änderungen wirkten sich aber in keiner Weise negativ aus. Augsburg begann sehr engagiert und hätte bereits nach einer nach einer halben Minute mit 1:0 führen müssen. Nach einem schnellen Angriff kam der Ball über Richter und Vergas zu Niederlechner, der Angreifer scheiterte aber frei vor dem Tor stehend an Trapp. Auch nach dieser Gelegenheit hinterließ der FCA aber einen deutlich verbesserten Eindruck als zuletzt. Erst nach und nach kamen auch die favorisierten Gäste besser in die Partie finden. Durch Paciencias Pfostenschuss (14.) hatten auch sie bereits früh eine große Chance auf den Führungstreffer gehabt. So blieb es aber über weite Strecken der ersten Halbzeit ein interessantes, aber torloses Bundesligaspiel.  Dies änderte sich allerdings nach einer guten halben Stunde schlagartig.  Beide Teams kamen nun zu gefährlichen Abschlüssen, Frankfurt hätte nach einer feinen Einzelleistung von Kamada führen können. Der Japaner scheiterte aber an Koubek.

Kurz danach meldeten sich aber auch die Hausherren, die heute mit einer ganz anderen Körpersprache als zuletzt ans Werk gingen. Eine deutlich stabilere Abwehr um den starken Udoukhai verlieh der Mannschaft spürbar mehr Zuversicht. Mit zunehmender Spielzeit agierten die Schwaben deshalb auch offensiv mutiger und kamen immer wieder zu Abschlusschancen. Finnbogason scheiterte erst noch mit einem eigenen Abschluss an Hinteregger, verlängerte aber zwei Minuten später eine Khedira-Hereingabe mustergültig auf den lauernden Richter. Der Offensivwirbler ließ sich diese Gelegenheit nicht nehmen und brachte sein Team in Führung (35.). Nachdem Niederlechner kurz vor der Pause den Ball von der Strafraumgrenze in die Tormaschen genagelt hatte, ging Augsburg mit einer komfortablen Führung in die Kabine. Aufgrund der besseren Chancen ging dies so wohl auch in Ordnung.

Gelaufen war dieses Spiel damit noch nicht. Frankfurt verfügt über die Qualität, um solch einen Rückstand innerhalb einer Halbezeit drehen zu können. Angetrieben von ihren rund 3.000 mitgereisten Schlachtenbummlern erhöhten die Hessen nach dem Seitenwechsel den Druck. Der Anschlusstreffer des guten Paciencia (73.) war die logische Konsequenz.

Jetzt musste der FCA dagegenhalten, wenn man den ersten Sieg in dieser Saison einfahren wollte. Spätestens jetzt machte sich aber das große Zittern wieder in der Arena breit. Augsburg stand tief, versuchte den knappen Vorsprung gegen die stetig anlaufende Eintracht über die Zeit zu retten. Mit viel Glück konnte man den Sturmlauf der Hessen überstehen und sich für den ersten Saisonsieg feiern lassen.

FC Augsburg: Koubek – Framberger , Jedvaj , Uduokhai , Max – Khedira , Moravek (67. Oxford) , Richter (79.Teigl) , Vargas – Niederlechner , Finnbogason

Eintracht Frankfurt: Trapp – Abraham , Hasebe , Hinteregger – da Costa , Sow (46.Kohr), Rode (65. Dost) , Chandler , Kamada – Silva , Paciencia

Tore: 1:0 Richter (35.), 2:0 Niederlechner (43.), 2:1 Paciencia (73.)

Gelbe Karten: Koubek, Hahn | Hinteregger

Schiedsrichter Harm Osmers (Hannover)

Zuschauer: 28.513

Alle Fotos: Wolfgang Czech