Der FCA war am Sonntag bei Ex-Coach Weinzierl in Gelsenkirchen zu Gast. Die Schalker unterbrachen für die Rot-grün-weißen ihre Gladbach-Wochen, aber aus der Doppelbelastung für die Gelsenkirchener konnten die Fuggerstädter keinen Nutzen ziehen. Am Ende setzte es für den FCA eine verdiente 0:3 Niederlage bei den Königsblauen.

Der FCA ohne Chance bei Weinzierls Schalkern. | Archivfoto: Wolfgang Czech

Kapitän Paul Verhaegh kam nach überwundenen Rückenproblemen zurück in die Anfangsformation, in die gegenüber dem 2:2 gegen die Roten Bullen auch Leitner (Startelfdebüt), Schmid und Altintop aufrückten. Vor der Partie hatte FCA-Coach Baum warme Worte für Augsburgs Ex-Coach Weinzierl übrig: „Er hat großen Anteil an der heutigen Situation des FC Augsburg und daran, dass hier seit vielen Jahren in der höchsten deutschen Spielklasse gespielt wird.“ Markus Weinzierl wird das Kompliment gerne angenommen haben, aber Gastgeschenke verteilten er und seine Schalker nicht als Dankeschön. Ganz im Gegenteil. Vier Minuten waren gespielt als die Knappen ihr erstes Tor nach einer Ecke erzielten in dieser Saison. Winterneuzugang Guido Burgstaller kam am zweiten Pfosten an den Ball und konnte in aller Ruhe zum 1:0 einschieben. Die Schalker hatten die Partie jetzt gut im Griff. Der FCA versuchte dagegenzuhalten und hatte nach Standards seine Chancen. Choupo-Moting legte sich auf der Gegenseite den Ball an Schmid vorbei, spielte die Kugel in die Mitte und Burgstaller erzielte aus fünf Metern das 2:0 für die Königsblauen.

Augsburg hatte in dieser Saison nach Rückstand schon 15 Punkte eingefahren und steckte nicht auf. Nach einem elfmeterwürdigen Foul von Höwedes an Bobadilla, der später verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste, hätte Verhaegh vom Punkt die Partie wieder spannend machen können. Der Kapitän scheiterte aber an Fährmann (29.). Stattdessen legten die Schalker-Europapokal-Fighter nach. Kolasinac brachte die Kugeln in die Mitte und Caligiuri netzte für die Gelsenkirchener zum 3:0 ein (34.). Das 3:0 steckte den Fuggerstädtern spürbar in den Knochen und es ging mit dem Drei-Tore-Rückstand in die Kabine.

Der von Höwedes verursachte Elfemter blieb ohne Folgen für die Königsblauen. Archivfoto

Der FCA kam mit Teigl für Schmid und mit deutlich mehr Schwung aus der Kabine zurück. Den Fuggerstädtern gelang es aber kaum gefährlich vor dem Tor von Fährmann in Erscheinung zu treten und den Anschlusstreffer wollte nicht fallen. Ohne den Rückenwind aus einem Anschlusstreffer ergaben sich die Schwaben nach und nach in ihr Schicksal. Zweikampfquote, Ballbesitz, Passquote – die Zahlen sprachen für Schalke. Baum wechselte noch Max für Altintop ein (77.), aber die Königsblauen waren dem vierten Treffer näher als die Zirbelnusskicker dem ersten.

Am kommenden Samstag geht es in der heimischen WWK-Arena dann gegen den Sportclub aus Freiburg wieder um wichtige Punkte um den Abstand auf den Relegationsplatz zu wahren.

FC Augsburg: Hitz – Verhaegh, Kacar, Hinteregger, Stafylidis – Leitner, Kohr – Schmid (Teigl 46.), Altintop (Max 77.), Koo – Bobadilla (Ji 40.)

FC Schalke 04: Fährmann – Kehrer, Höwedes, Nastasic, Kolasinac (Aogo 77.) – Geis, Bentaleb – Caligiuri Schöpf 64.), Meyer, Choupo-Moting – Burgstaller (Konoplyanka 84.)

Tore: 1:0 Burgstaller (4.); 2:0 Burgstaller (29.); 3:0 Caligiuri (34.)