„Der Kreis schließt sich“ | FC Memmingen-Neuzugang Martin Dausch im Interview

Ex-Profi Martin Dausch will seine sportliche Fußballerkarriere dort abschließen, wo sie begann. Ab sofort verstärkt der 34-jährige den FC Memmingen. Aus dem Saarland zieht es ihn zurück ins Allgäu nach Markt Rettenbach. Über seine Beweggründe und Zukunftsplanungen steht er im Interview Rede und Antwort.

Dausch Martin Scaled
Foto (C) FC Memmingen

Wie kam der Wechsel nach Memmingen zustande?

Dausch: Plan A war eigentlich einmal Berufs-Feuerwehrmann zu werden. Jetzt zieht es mich aber in heimatliche Gefilde mit meiner Familie. Hier werde ich in den Familienbetrieb einsteigen. Die Firma Dausch Hallen gibt es bereits seit 1994 und ist stetig gewachsen. Ich freue mich Teil dieser Firma zu werden. Der Plan ist, dass ich einmal den Verkauf übernehme. Die Firma ist übrigens auch nach meinem Weggang als Sponsor dem FCM bis heute verbunden geblieben. Der Gedanke war immer da, dass ich einmal zurückkehre und es war immer mein Wunsch, noch einmal für den FC Memmingen zu spielen. Irgendwie war ich auch nie richtig weg.

Hatten Sie während der Profijahre weiter Kontakt mit dem FCM?

Ja, vor allem mit Hamppi (Anmerkung: Betreuer Andreas Hampp). Er hat mich auf all meinen Stationen immer wieder besucht. Ihm habe ich auch versprochen, noch einmal in Memmingen zu spielen (lacht). Auch mit Helmuth Barth und anderen ist der Kontakt nie abgerissen. Dank einer FCM Ergebnis WhatsApp Gruppe war ich quasi bei jedem Spiel live dabei. So konnte ich meinen FCM immer verfolgen.

Wer ist denn aus ihrer Jugendzeit in Memmingen noch da?

Dausch: Esad Kahric war schon damals mein Trainer, unter dem ich den Sprung in den Seniorenbereich gemacht habe. Thomas Reinhardt ist jetzt sportlicher Leiter, mein damaliger Mitspieler Markus Kramer jetzt Schatzmeister.

Ihre Profilaufbahn haben Sie in Saarbrücken abgeschlossen. Bei ihrer letzten Station quasi nebenan beim Amateur-Oberligisten SV Hasborn waren Sie nicht nur Spieler sondern auch Co-Trainer.

Dausch: Wir hatten in Hasborn viele junge Spieler. Es hat sehr viel Spaß gemacht. In drei Spielen war ich auch verantwortlicher Trainer, dass war eine wertvolle Erfahrung, hier Entscheidungen zu treffen.

Im Herbst waren Sie schon bei einer Trainingswoche in Memmingen dabei und haben nicht nur beim sportlichen Leiter Thomas Reinhardt offenbar mit ihrem Einsatz und Fitness einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Wie fit sind Sie?

Dausch: Ja, jetzt mit Corona und nach Weihnachten (lacht) … nein, da mache ich mir keine Sorgen. Ich kenne Esad Kahric. Wenn einer jemanden auf Vordermann bringen kann, dann er.

Sie haben in ihrer Karriere einige Erfolge feiern dürfen, hatten aber auch Rückschläge mit Verletzungen. Wie lange wollen Sie noch Fußball spielen?

Dausch: Erst einmal habe ich bis Sommer 2022 beim FCM zugesagt. Spielen will ich, solange es geht, ich Lust habe und der Körper mitmacht. Aber da setze ich auch auf Esad, dass er ein Auge auf mich hat. Ich hatte in meiner Karriere ja einige Verletzungen. In Hasborn mit dreimal Training in der Woche lief es von der Belastung her gut und ich war verletzungsfrei.

Beim FC Memmingen steigen Sie in den Abstiegskampf der Regionalliga ein. Was ist drin?

Dausch: Ich habe die Mannschaft schon kennengelernt. Das Potenzial ist da, Timo Gebhart ist herausragend. Ich glaube, wir können uns gut ergänzen und mit unserer Erfahrung die jungen Spieler führen.