Der TSV Friedberg Handball steht vor einer schwierigen Saison

Der TSV Friedberg bestritt am Wochenende ein Vorbereitungsturnier in München. Die Herzogstädter konnte dabei gegen die HT München knapp gewinnen und hat gegen Erlangen Bruck hoch verloren. Ein guter Zeitpunkt für eine Situationseinschätzung des Handballgeschehens nach Corona.

Tsv Friedberg 2
Foto: Oliver Riesenberger

Durch den Corona bedingten Abbruch de

r letzten und partiell auch der vorletzten Spielsaison nicht nur im Bayrischen Handballverband, sondern bis hinauf zur 3. Liga des DHB, gab es seit 2 Spielsaisonen nur Aufsteiger und keine Absteiger. Diese Situation soll nun im Rahmen der Verschlankung der Ligen in dieser Spielsaison wieder rückgängig gemacht werden. Für die Bayernliga bedeutet das, dass durch den zu erwartenden erhöhten Abstieg aus der 3. Liga auch von hier Ungemach droht. Potentiell könnten aus der 3. Liga die Mannschaften von TUS Fürstenfeldbruck und HC Erlangen 2 (beide eher unwahrscheinlich), aber auch der HSC Bad Neustadt, der VFL Günzburg und HASPO Bayreuth den Druck auf die Abstiegsplätze der Bayernliga verstärken.

Ungünstige Gruppeneinteilung

Neu in dieser Bayernliga Saison ist die Unterteilung in zwei Gruppen Nord West und Süd Ost, in denen eine Vorrunde ausgespielt wird. Aus Friedberger Sicht, die in der Gruppe Nord West gelandet sind, stellt sich diese Einteilung sowohl was die zu absolvierenden Fahrtstrecken, als auch aus einer Leistungseinschätzung heraus, eher ungünstig dar. In der Gruppe Nord West spielen neben dem TSV Friedberg die Vereine SG DJK Rimpar 2, TSV Roßtal, DJK Waldbüttelbrunn, TV 1861 Erlangen Bruck, TSV Haunstetten und der TSV Lohr. In der Gruppe Süd Ost spielen der ASV 1863 Cham, SV Anzing, TUS Fürstenfeldbruck 2, der Eichenauer SV, HT München, SG Regensburg und die TG Landshut. In jeder Gruppe wird in der Vorrunde eine Aufstiegsriege der besten drei Mannschaften, die dann mit den Mannschaften der anderen Gruppe um den Aufstieg kämpfen und eine Abstiegsriege der schlecht platziertesten 4 Mannschaften ermittelt, die dann gegen die entsprechenden Mannschaften der anderen Gruppe um die Plätze des Klassenerhaltes ringen. Die Punkte aus den Spielen gegen die Mannschaften, die ebenfalls in der Aufstiegs- bzw. Abstiegsgruppe gelandet sind, werden dabei in die Entscheidungsrunde mitgenommen.

Klassenerhalt ist das Ziel

Für den stark verjüngten Kader des TSV Friedberg muss das schwierige Ziel der Klassenerhalt sein. Wichtig wäre hier, dass die Spiele gegen nicht zu stark eingeschätzte Mannschaften (TSV Roßtal, TSV Haunstetten und vielleicht auch Rimpar 2) gewonnen werden, um sich Punkte für die Abstiegsrunde zu sichern. Wie das Vorbereitungsturnier vom Samstag gezeigt hat, wird man gegen Mannschaften wie Erlangen Bruck (aber auch DJK Waldbüttelbrunn oder TSV Lohr) kaum Punkte holen, was allerdings nicht kritisch wäre, wenn diese Mannschaften nicht in der gleichen Entscheidungsgruppe landen.