Der VfL Günzburg Handball will sich in Lohr mit einem Sieg in Weihnachtsstimmung bringen

Am Samstag reisen die VfL-Handballer durch die winterlichen bayerischen Weiten bis nach Lohr um dort um 19.30 Uhr gegen den heimischen TSV zu spielen. Der Wetterbericht ist optimistisch, das Hallendach der Spessarttorhalle sei stabil. Es wird gemeinhin mit einem sogenannten Anpfiff gerechnet.

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Foto: PM VfL

Neben der Bewältigung von Wintertücken verheißt auch die Begegnung Spannung. Die Schwaben reisen als Siebter mit 11.7-Punkten an, die Franken stehen mit vier Siegen und sieben Niederlagen auf Rang neun.

Die Gastgeber verfügen über eine gesunde Mischung aus Jung und Alt. Ähnlich wie dem VfL ist es dem TSV wichtig möglichst viele eigene Talente auszubilden und auch auflaufen zu lassen. Dominiert wird ihr Spiel von erfahrenen Akteuren, allen voran von den torhungrigen Vier: Bernando de Almelda Gomes erzielte bislang 52 Treffer, Maximilian Schmitt 49, Jannik Schmitt 47 und Maximilian Drude 45. Ergibt zusammen 193 Tore.von insgesamt 259 Einwürfen. Besonders die Kreise dieses Quartetts gilt es durch die VfL-Abwehr einzuschränken. Dem TSV Lohr gelingt es auch immer wieder echte Könner aus dem Ausland zu verpflichten. Diese Saison kam Dawid Walasczyk aus Kielce an den Main. Ein wurfgewaltiger Rückraumlinks, der sich mehr und mehr ins fränkische System integriert.

Gefährlichste Achse bildet das kongeniale Gespann aus Spielertrainer Maximilian Schmitt, einem Rückraummitte und Kreisläufer Bernado de Almelda Gomes. Zuschauen darf man ihrem Zusammenspiel nicht. Die Leistungskurve der Samstagsgastgeber ist schwer zu beurteilen. Vor drei Wochen klatschte es bei der TG Landshut mit 36.22, wobei man in Günzburg weiß, dass das schon einmal passieren kann. Dann endlich der ersehnte Auswärtssieg bei Aufsteiger TSV Simbach mit 21:22, ehe es bei der bis dahin abgeschlagenen 3. Mannschaft des HC Erlangen eine vorher unerwartete Niederlage mit 31:34 setzte. Bei einem Blick auf den Erlanger Kader gut verständlich, gleich einige 3. Liga-Spieler wurden aufgeboten.

Endlich wieder Heimspiel wird man sich bei den Lohrer Handballern sagen und seine Fans vorweihnachtlich verzücken wollen. Das wird nicht einfach für die Weinroten, als würden Schneefall und Statikprobleme nicht genügen..

Der VfL Günzburg hätte letztes Wochenende gerne gespielt, immerhin schippte die Freiwillige Feuerwehr für diesen Wunsch sechs Stunden lang. Im Nachhinein war die Pause psychologisch vielleicht aber gar nicht so schlecht. Die Landshuter Watsch’n saß schon ordentlich, Vieles erinnerte danach an die Winterreise nach Schubert und nicht nach Lohr: Irgendwie wirkte alles düster, voll trauriger Melancholie, vergessen schienen selbst die schönen Müllerinnen. Erst in dieser Woche wirkten die Spieler wieder vorweihnachtlich fröhlich. Ballermannhits und „Yannick-Meye-Lärm“ drangen erst leise dann immer lauter aus der Kabine und dämpften die Hoffnung auf eine „Stille Nacht“. Nur Betreuer Neuer pflegte die Weihnachtsbräuche und schrieb – wie weiland der kleine Jürgen – einen Wunschzettel: Darauf stand in weinroten Lettern: „AUSWÄRTSSIEG“. Im Abschlusstraining übergab er ihn der Mannschaft. Das hob die Weihnachtstimmung und ist das Ziel der langen Fahrt..

Wie immer bietet der VfL Günzburg eine Mitfahrgelegenheit im Mannschaftsbus an. Anmeldungen bei Dieter Pohl (pohl.dieter@gmx.de): Die Mitnahme von Handschuhen und einer Schneeschippe wird höchst vorsorglich empfohlen. Man weiß ja nie.