„Der wohl erste Modeblogger der Welt“ | Maximilianmuseum Augsburg gewährt digitalen Einblick in neue Ausstellung

Da der geplante Ausstellungsbeginn aufgrund des allgemeinen Shutdowns abgesagt werden musste, hat man sich etwas einfallen lassen. Das Maximilianmuseum gewährt einen digitale Einblick in die neue Ausstellung „Dressed for Success“, über den wohl ersten Modeblogger der Welt, den Augsburger Kaufmann Matthäus Schwarz.

Miniatur Klaidungsbuunschweig Klein Scaled
Museumsfoto: Claus Cordes

 

Aufgrund des allgemeinen Shutdowns konnte die Sonderausstellung „Dressed for success – Matthäus Schwarz. Ein Augsburger Modetagebuch des 16. Jahrhunderts“ mit ursprünglich geplantem Start 28. November im Maximilianmuseum bislang nicht eröffnen. Sie stellt mit Matthäus Schwarz (1497-1574), einem Augsburger Kaufmann im Dienste der Fugger, den wohl ersten Modeblogger der Welt vor: In seinem ab dem Jahr 1520 entstandenen „klaidungsbuechlin“, kaum größer als ein heutiges Smartphone, präsentiert er seinen individuellen Modegeschmack in variantenreichen Miniaturen – 40 Jahre lang. Die Ausstellung beleuchtet außerdem den kulturgeschichtlichen Hintergrund der Entstehungszeit des Büchleins, gewährt Einblicke in die Augsburger Stadtgeschichte des 16. Jahrhunderts sowie die reichsstädtische Politik.

Multimediale Ausstellungsseite: kmaugsburg.de/dressed

Mit einer multimedialen Ausstellungsseite geben die Kunstsammlungen und Museen Augsburg nun einen Einblick in die Präsentation im Maximilianmuseum. Dr. Christoph Emmendörffer, Leiter des Maximilianmuseums und Kurator der Ausstellung, erläutert die Highlights in kurzen Videosequenzen. Bilder, Texte und Audiodateien runden das Angebot ab. „Mit der multimedialen Einführung, bieten die Kunstsammlungen und Museen eine beeindruckende neue Option, sich über diese herausragende Ausstellung zu informieren. Jetzt in der Zeit der Museums-Schließung lässt sich das außergewöhnliche Modetagebuch, ebenso wie die anderen kunstvollen Exponaten erkunden. Ein digitales Erlebnis, das die präsentierten Kunstschätze aus vergangenen Epochen noch einmal auf eine zeitgemäße Weise und damit für ein neues Zielpublikum zugänglich macht. Klar ist aber auch: Der Ausstellungsbesuch vor Ort, das Erleben der Kunst im Original, ist natürlich nicht ersetzbar!“, so Kulturreferent Jürgen K. Enninger.