Der Zoo Augsburg fördert Naturschutzfonds – Wir stellen sie vor | Heute: RHINO Fund Uganda

Der Zoo Augsburg leitet in jedem Jahr einen Teil der Eintrittsgelder an Naturschutzfonds weiter. In diesem Jahr konnten so 40.000 Euro an Fonds verteilt werden. Mit diesem Geld werden Projekte von Tierarten gefördert, die im Zoo Augsburg gehalten werden, oder einen lokalen Bezug zu Augsburg haben. Die Zootiere fungieren so als Botschafter für ihre im Freiland lebenden Artgenossen, deren Lebensraum immer weniger wird. Presse Augsburg stellt ihnen einige der Organisationen vor. Heute den RHINO Fund Uganda.

20140909_zoo_nashorn_001 Der Zoo Augsburg fördert Naturschutzfonds - Wir stellen sie vor | Heute: RHINO Fund Uganda Freizeit News Breitmaulnashorn RHINO Fund Uganda Zoo Augsburg | Presse Augsburg
Auch im Zoo Augsburg sind Breitmaulnashörner zuhause. | Foto: Dominik Mesch

Noch in den 70er Jahren lebten beide afrikanischen Nashörner, das Breitmaul- und das Spitzmaulnashorn, in Uganda. Nach den jahrelangen Bürgerkriegen waren beide Arten in den frühen 80er Jahren ausgerottet. Engagierte Naturschützer haben sich zusammengetan und den „Rhino Fund Uganda“ (RFU) gegründet. Das Ziel ist es, in einem gut bewachten Schutzgebiet eine kleine Nashornpopulation zu etablieren und zu vermehren. Später sollen sie dann wieder in verschiedenen Regionen Ugandas angesiedelt werden.

Die ZIWA Ranch, eine ehemalige Rinderfarm, ist mit 50 qkm ein ideales Nashornschutzgebiet. Von drei Seiten mit einem 2 m hohen elektrischen Zaun und einem Fluss im Westen begrenzt, bietet es ausreichend Platz für bis zu 60 Nashörner. Die ersten vier Tiere kamen 2005 aus dem Nachbarland Kenia, ein Jahr später folgten 2 Tiere aus einem amerikanischen Zoo. 2009 wurden die ersten beiden Jungtiere geboren, eines der Jungtiere hört auf dem Namen „Augustu“, benannt nach dem Zoo Augsburg, als größter Sponsor im Jahr 2009.

Auch wenn Augustu nicht der Älteste der jungen Nashörner ist, so ist er doch der Größte. In einigen Jahren wird er vermutlich der dominante Bulle sein.

In den letzten Jahren folgten weitere Geburten und so wurde Anfang April 2014 bereits das neunte Nashornkalb geboren. Mittlerweile leben 15 Tiere auf der ZIWA Ranch und somit in ganz Uganda. Das Projekt plant weitere Nashornimporte aus Südafrika, um eine möglichst große Gründerpopulation zu haben.

Dieses Nashornprojekt wurde vom Fonds ausgewählt, weil es mit vergleichsweise geringen Mitteln seit über 10 Jahren hervorragende Erfolge vorweisen kann. Wir konnten uns persönlich über die Aktivitäten vor Ort informieren und waren von der geleisteten Arbeit beeindruckt. Durch unseren bzw. Ihren Beitrag werden wir helfen, Nashörner wieder in Uganda anzusiedeln.

Weitere Informationen zum RHINO Fund Uganda finden Sie im Internet unter www.rhinofund.org .