Das Derby gegen den VfL Günzburg endete für den TSV Friedberg mit einer 22:29 (10:13) Niederlage.

Die Herzogstädter, welche stark ersatzgeschwächt in die Partie gingen, müssen die Vorherrschaft in Handball – Schwaben vorerst ihrem Gegner überlassen.

Fabian Abstreiter, der mit Abstand beste Friedberger Torschütze nicht nur in dieser Saison, musste nach einer Sprunggelenksverletzung passen. Er ließ es sich zwar nicht nehmen, die Siebenmeter für sein Team zu werfen, aber besonders in der Abwehr machte sich sein Fehlen bemerkbar. Zudem fehlte Andreas Dittiger, er war auf einer Trainerschulung.

Günzburg machte schon früh klar, dass dieses Derby eine harte Prüfung werden würde für den TSV. Nach dem frühen 1:0 spielten nur noch die Gäste. Angefeuert von ihrem zahlreich vertretenen Anhang spielen sie groß auf und gingen rasch mit 4:1 in Front. Besonders der neu zusammengesetzte Friedberger Rückraum hatte große Probleme mit der aggressiven 3-2-1- Formation der Günzburger. Nach dem 2:8 nach 15 Minuten musste man als Friedberger Fan ein Debakel befürchten.

Eine Umstellung half dem TSV. Linksaußen Luca Kaulitz ging neu auf die Mitte, mit seiner Dynamik und Wendigkeit machte er seinen Job als Spielmacher hervorragend. Friedberg half auch, dass der VfL nach dem 4:11 nach 22 Minuten plötzlich etwas die Konzentration verlor. Mehrere Fehlpässe und ungenaue Abschlüsse der zuvor so dominanten Gäste halfen dabei, den Rückstand zur Pause auf 10:13 zu reduzieren.