Desolater Auftritt | FC Augsburg geht bei Borussia Mönchengladbach unter

Nach dem schwachen Heimauftritt gegen Leverkusen musste der FC Augsburg heute in Mönchengladbach antreten. Auch bei der Borussia gab es nach einer desolaten Leistung eine hochverdiente 1:5-Niederlage. Während Gladbach nun Tabellenführer ist, rutscht der FCA immer weiter in Richtung Tabellenkeller.

fca_lev_titel_083 Desolater Auftritt | FC Augsburg geht bei Borussia Mönchengladbach unter Augsburg Stadt FC Augsburg News Newsletter Sport Borussia Möchengladbach Bundesliga FC Augsburg FCA Fohlenelf | Presse Augsburg
Framberger ersetzte nach der Pause Lichtsteiner. Das Spiel war da aber schon gelaufen | Foto: Pfister

Es war schon enttäuschend, wie sich der FC Augsburg vor einer Woche gegen Leverkusen präsentiert hatte. Ausgerechnet bei der gut in die Saison gestarteten Borussia aus Mönchengladbach wollte man zurück in die Spur finden. Trainer Martin Schmidt hatte dafür für Oxford, Iago und Finnbogason insgesamt mit Moravek, Hahn und Gregoritsch auf eine offensivere Variante gesetzt. Kapitän Daniel Baier fehlte nach einer Wadenverletzung erneut. Bereits nach zwei Minuten durchkreuzten die Fohlen alle Augsburger Hoffnungen. Bereits den ersten Angriff durfte Zakaria nahezu unbedrängt zum 1:0 einschieben (2.). Keine sechs Minuten später war Herrmann zur Stelle. Nach dem Zuspiel von Plea hatte auch er keinerlei Gegenwehr zu spüren bekommen.

Nach einer Viertelstunde war es eigentlich vorbei

Ein desolater Auftritt des FCA hatte nun endgültig seinen Anfang gefunden, die Partie war nach einer Viertelstunde allerdings faktisch schon wieder beendet. Nach einem Doppelpass mit Plea war erneut Ex-Nationalspieler Herrmann zur Stelle. Während die Borussia das aus den letzten Spielen bekannte Offensivspiel zelebrierte, fehlte es bei Augsburg wieder hinten und vorne. Im Defensivverhalten viel zu nachgiebig, in der Offensive ohne Ideen und Durchsetzungsvermögen. Die Krönung einer traurigen ersten Halbzeit servierte FCA-Keeper Koubek wenige Minuten vor dem Pausenpfiff. Nach einem harmlosen Rückpass von Uduokhai ließ er sich den Ball durch die Beine rollen, Plea sagte artig „danke“ und schob zum 4:0 ein. Die beste Szene des FCA hatte Hahn wenig später. Er kam aber beim Zweikampf mit Gladbachs Keeper Sommer zu Fall, der Elfmeterpfiff blieb gerechtfertigter Weise aus.

Kaum Willen zur Ergebniskorrektur spürbar

Auch nach dem Seitenwechsel konnte man der Mannschaft aus Schwaben nicht unbedingt den Willen einer Ergebniskorrektur zusprechen. Zu wenige Aktionen brachte der FCA nach vorne, daran änderten auch die Einwechslungen zur Pause wenig. Da auch Mönchengladbach nun nicht mehr mit dem letzten Druck agierte, wurde es etwas gemächlicher. Zehn Minuten vor dem Ende konnte Augsburg wenigstens die 0 von der Anzeigetafel nehmen, als Niederlechner einen Abstauber verwandeln konnte. Wenige Minuten zuvor hatte der torgefährlichste Augsburger bereits den Treffer auf dem Fuß gehabt, aber nur den Pfosten getroffen. Beim 1:4 sollte es allerdings nicht bleiben. Der eingewechselte Embolo stellte nur zwei Minuten den Endstand her.

Borussia Mönchengladbach übernimmt nach diesem hochverdienten Sieg die Tabellenführung, während Augsburg immer weiter in den Keller rutscht. Bis zum Spiel gegen den FC Bayern bleibt dem FCA nun die Länderspielpause am kommenden Wochenende Zeit etwas zu ändern. Das sich was tun muss, scheint spätestens nach dieser Partie außer Frage zu stellen. Die Verantwortlichen um Präsident Klaus Hofmann sollten sich entsprechende Gedanken machen, zu desolat waren die Auftritte der Mannschaft in den letzten Spielen.

Borussia Mönchengladbach: Sommer  – Lainer (60.Elvedi) , Ginter (81. Wendt) , Jantschke , Bensebaini – Kramer , Zakaria , Benes – Herrmann   , Plea (53.Embolo) , Thuram

FC Augsburg: Koubek – Lichtsteiner (46.Framberger) , Jedvaj , Uduokhai , Max – Moravek , Khedira (46. Oxford)  , Hahn , Vargas , Gregoritsch (76. Jensen) – Niederlechner

Tore: 1:0 Zakaria (2.)., 2:0 Herrmann (8.), 3:0 Herrmann (13.), 4:0 Pléa (39.), 4:1 Niederlechner (81.), 5:1 Embolo (83.)

Gelbe Karten: Herrmann| Khedira, Framberger

Schiedsrichter Robert Schröder (Hannover)