Deutliche Heimniederlage für den ESV Kaufbeuren

Der ESVK kassierte gegen eine deutliche Heimniederlage. Im Derby gegen den EV Landshut musste man vor 2.915 Zuschauern mit  3:7 geschlagen vom Eis.ESV-Kaufbeuren-logo-evsk Deutliche Heimniederlage für den ESV Kaufbeuren Kaufbeuren mehr Eishockey News Sport ESV Kaufbeuren ESVK EV Landshut EVL Joker | Presse Augsburg

Derby Time im Saisonendspurt. Altbekannte Rivalen trafen am Sonntagabend in der erdgas schwaben arena aufeinander, als der EV Landshut vor 2.915 Zuschauern beim ESV Kaufbeuren gastierte. Im Kampf um die Playoff Plätze galt es wichtige drei Punkte an der Wertach zu halten. Die Joker hatten am Freitag zuvor nicht nur das Spiel, sondern auch noch Jere Laaksonen und Stefan Vajs verletzungsbedingt verloren. Neben Alex Thiel, Antti Kerälä und Philipp de Paly fehlten also zwei weitere wichtige Faktoren im System von Andreas Brockmann. Zwischen den Pfosten stand daher von Beginn an der junge Jan Dalgic, Ossi Saarinen und Max Oswald liefen ebenfalls auf. 

Der erste Bully ist gerade mal ein paar Sekunden her, die Kaufbeurer Abwehr befindet sich noch im Ruhemodus, da verwandelt Tomas Plihal nach Zuspiel von Mathieu Pompei den ersten Landshuter Angriff zur Führung in der ersten Spielminute. Das erste Lebenszeichen der Hausherren dann in der dritten Minute bei einem Schuss von Jonas Wolter, aber Jaroslav Hübl kann parieren. Die Joker tuen sich schwer im Spielaufbau und geraten durch ein Foul in Unterzahl, bei der Stephan Kronthaler mit einem harten Schuss von der blauen Linie nur knapp den Kaufbeurer Kasten verfehlt. Im Anschluss Entlastung für die Rotgelben bei eigenem Powerplay, aber der ESV kommt zu selten strukturiert in die Angriffszone und zu zwingenden Möglichkeiten. In der neunten Minute dann Glück für die Joker, weil Robbie Czarnik nur den Pfosten trifft. Wieder sieht die Abwehr der Hausherren nicht gut aus. Auf der anderen Seite zieht Calvin Pokorny satt ab und Jaroslav Hübl kann nur nach vorne abprallen lassen, es befindet sich aber kein Kaufbeurer vor dem Tor, der daraus etwas Zählbares machen könnte. In Minute 12 dann das 0:2 für die Gäste, weil sich diese viel zu lange im Angriffsdrittel festsetzen und am Ende Mathieu Pompei im Slot angespielt wird und die Scheibe im Tor versenkt. Dieser Treffer ist aber alles andere als unstrittig, da Jan Dalgic im Torraum ordentlich von einem Landshuter angegangen wird. Der Schiedsrichter entscheidet aber auch nach Begutachtung des Videobeweises trotzdem auf Tor für Landshut. Die Rotgelben zeigen sich beeindruckt und kommen durch fehlende Disziplin und einem sehr kleinlich pfeifenden Schiedsrichtergespanns, immer wieder in Unterzahl. Das nutzt der EVL für seinen dritten Treffer. Robbie Czarnik zieht im Powerplay ab, der Puck wird wohl noch von Plihal abgefälscht und rutscht Jan Dalgic durch die Arme. Die Stimmung in der arena ist auf dem Gefrierpunkt, da melden sich die Joker mit dem Anschlusstreffer bei eigenem Powerplay zwei Minuten vor dem Pausentee zurück. Endlich können sich die Hausherren einmal im Landshuter Drittel festsetzen, die Scheibe läuft flüssig von Julian Eichinger über Sami Blomqvist zu Joey Lewis und der versenkt das Ding unhaltbar für Hübl. Mit zwei Toren Rückstand und viel Luft nach oben geht es für den ESVK in die erste Pause.

Die Joker starten klar besser in den zweiten Spielabschnitt und Landshut weiß sich nur mit unfairen Mitteln zu helfen, was ihnen zwei Strafzeiten binnen kurzer Zeit einbringt. Die Rotgelben nutzen das Fünf gegen Drei Powerplay mit dem 2:3 Anschlusstreffer in der 22. Minute und wieder ist es Joey Lewis, der im Slot von Branden Gracel bedient wird und im zweiten Versuch die Scheibe im Tor unterbringt. Direkt im Anschluss kann Jan Dalgic einen EVL Alleingang entschärfen und hält seine Mannschaft im Spiel. Das Derby wird jetzt hitzig und ist von vielen, teils schwer nachvollziehbaren, Strafzeiten geprägt. Der ESVK hat jetzt aber klar mehr vom Spiel und Florin Ketterer scheitert in Minute 26 nach einem schönen Move an Jaroslav Hübl und auch in der Folge feuern die Joker aus allen Rohren. In dieser Druckphase erwischt der EVL die Hausherren aber eiskalt mit einem Konter über Mathieu Pompei und Robbie Czarnik, der vorbei am Kaufbeurer Keeper eiskalt zum 2:4 einnetzt. Die Joker halten aber weiter dagegen und machen Druck über Branden Gracel der sich dynamisch vor das Tor tankt, aber an Hübl scheitert. Fünf Minuten vor Drittelende beginnt dann eine wahre Strafzeitenflut gegen den EVL und der ESV nutzt das für den erneuten Anschlusstreffer. Bei zwei Mann mehr auf dem Eis schießt Joey Lewis trocken in Richtung Landshuter Kasten, wo Sami Blomqvist unhaltbar zum 3:4 abfälscht, woran auch der anschließende Videobeweis nichts ändert. Kaufbeuren bleibt in Überzahl und drückt auf den Ausgleich, doch Ossi Saarinen zieht frei vor dem Tor knapp am Gehäuse vorbei. Die Joker erspielen sich noch einige gute Chancen, aber keinen weiteren Treffer vor der Sirene.

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Der letzte Spielabschnitt startet ausgeglichen, der ESV mit der ersten guten Möglichkeit durch Valentin Gschmeißner, dessen Schuss wird abgefälscht und geht nur Zentimeter am Tor vorbei. Dann Fehlpass von Fabian Koziol vor dem eigenen Tor und Tomas Plihal kann das fast für einen weiteren Treffer nutzen, Jan Dalgic ist aber auf dem Posten. Jetzt Druckphase der Rotgelben, die den Ausgleich erzwingen wollen und den Kasten von Jaroslav Hübl belagern. Wieder ausgerechnet in dieser Phase kommt Landshut in der 46. Minute zu seinem nächsten Torerfolg. Ein eher ungefährlicher Angriff der Landshuter wird von Alexander Ehl auf Höhe der Bande abgeschlossen und der Puck schlägt im langen Eck ein. Der Kaufbeurer Schlussmann sieht dabei nicht unbedingt gut aus. Die Joker versuchen schnell zu antworten, Denis Pfaffengut zieht von der Blauen Linie ab, aber Hübl mit dem Save. Nicht einmal eine Minute nach dem Landshuter Treffer wird erneut der Videobeweis bemüht und wieder heißt es Tor für den EVL. Nachdem viel Betrieb vor dem Kaufbeurer Tor herrscht geht die Scheibe erst an den Pfosten, liegt frei und wird von Maximilian Brandl hinter die Linie gestochert. Eine eiskalte Dusche für die Joker die zwar nochmals wild anlaufen, dabei aber an sich selbst und Jaroslav Hübl scheitern. Sechs Minute vor Spielende dann die Höchststrafe für die ESVK Fans und Jan Dalgic. In Überzahl schießt Elia Ostwald eher harmlos auf das Joker Tor und der Puck rutscht dem Kaufbeurer Keeper durch die Schoner zum endgültig endscheidenden 3:7. In der Folge verwalten die Landshuter clever ihren Sieg und auch eine letzte Großchance von Sami Blomqvist geht irgendwie nicht hinein, symptomatisch für ein rabenschwarzes Wochenende des ESVK.