Derzeit befindet sich ein Team von 24 deutschen Kanusportlerinnen und -sportlern auf der französischen Insel La Réunion im Indischen Ozean zu einem Warmwasser-Lehrgang. Auch junge Nachwuchsathletinnen und -athleten sind dabei, um an die internationale Spitze herangeführt zu werden. Cheftrainer Klaus Pohlen betont jedoch, dass die langfristige Talentförderung in Augsburg schwierig sei, da es dort im Gegensatz zu Leipzig keine Sportschule gibt, die eine längere Freistellung für Trainingslager ermöglicht.

Am vergangenen Wochenende fand auf La Réunion ein internationaler Slalomwettkampf statt, bei dem drei deutsche Kanuten Podestplätze erreichten. Canadierspezialistin Andrea Herzog vom Leipziger KC belegte den zweiten Platz. In der Kajak-Disziplin landeten Emily Apel und Noah Hegge (beide Kanu Schwaben Augsburg) jeweils auf dem dritten Rang. Auch die Nachwuchshoffnungen Kimberley Rappe und Niels Zimmermann (beide Leipziger KC) sowie Paulina Pirro (KSV Bad Kreuznach) zeigten starke Leistungen mit vierten Plätzen in ihren Kategorien. Nicht am Lehrgang teilgenommen haben die Olympiastarter Elena Lilik und Sideris Tasiadis (beide Kanu Schwaben Augsburg).
Selbstvertrauen getankt: Olympiasiegerin Ricarda Funk gewinnt hochkarätig besetztes Rennen
Olympiasiegerin Ricarda Funk bereitet sich aktuell individuell auf die Saison vor und trainiert dafür auf der diesjährigen WM-Strecke im australischen Penrith. Beim hochkarätig besetzten Australien Open setzte sie sich mit einem Vorsprung von 3,01 Sekunden gegen die Konkurrenz durch. Noamie Fox aus Australien belegte Rang zwei, die US-Amerikanerin Evy Leibfarth wurde Dritte. Funk dominierte bereits das Qualifikationsrennen und gewann dieses mit einem deutlichen Vorsprung von 4,81 Sekunden. Olympiasiegerin Jessica Fox landete auf dem zehnten Platz, während Olympia-Zweite Klaudia Zwolinska aus Polen Fünfte wurde. Die britische Olympia-Dritte Kimberley Woods erreichte Platz sieben.

“Wow, da war es wieder, dieses Wettkampffeeling. Die Anspannung, das Herzklopfen, die Nervosität – und ja, auch die Unsicherheit. Genau diese Ungewissheit gibt mir dieses besondere Gefühl. Werde ich das richtige Maß zwischen Risiko und Kontrolle finden? Habe ich die richtige Taktik gewählt? Werde ich das Wasser kontrollieren – oder umgekehrt?”, so kommentierte Funk ihren Wettkampf. Obwohl sie bereits seit 17 Jahren auf internationalem Niveau unterwegs ist, betonte sie: “Ich bin vor jedem Wettkampf nervös, egal wie groß oder klein er ist.”


