Entgegen Bedenken von Analysten hält die Deutsche Post am Ziel fest, den Betriebsgewinn bis 2020 auf fünf Milliarden Euro zu steigern. „Ich verstehe, dass die fünf Milliarden Euro sportlich aussehen“, sagte Finanzvorstand Melanie Kreis der „Süddeutschen Zeitung“ (Montagsausgabe). „Aber wir im Vorstand stehen absolut hinter diesen Zielen.“

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Die Zielvorgabe für die internationalen DHL-Geschäfte sei realistisch. Für die Post- und Paketsparte in Deutschland habe der Konzern eine große Spanne vorgegeben, da die Entscheidung über das künftige Briefporto noch offen sei. „Wir hoffen, dass wir hier im Laufe des zweiten Quartals Klarheit bekommen“, sagte Kreis. „Wenn man möchte, dass wir unsere Leute gut bezahlen, dann muss man uns einen gewissen Preiserhöhungsspielraum zugestehen.“ Ein durchschnittlicher Haushalt in Deutschland gebe pro Monat nur 2,34 Euro für Briefe aus. Das Bundeskabinett hatte im März eine Änderung der Postentgeltverordnung beschlossen. Diese ermöglicht der Post nun eine kräftigere Portoerhöhung, als die Bundesnetzagentur ursprünglich genehmigen wollte. Für die Zukunft der Konzerntochter Streetscooter sieht die Finanzchefin unterschiedliche Optionen. „Wir prüfen, wie sich Streetscooter gut und profitabel weiterentwickeln kann“, sagte Kreis. „Wir werden im Verlauf dieses Jahres schauen, wo wir hinwollen.“ Die Post hat mittlerweile 9.000 ihrer batteriebetriebenen Paketlaster im Einsatz, verkauft ihre Streetscooter aber auch an Kunden außerhalb des Konzerns. Die Managerin ruft Unternehmen dazu auf, Mütter als Führungskräfte zu fördern: „Wir müssen flexible Möglichkeiten schaffen, um Führungspositionen auch mit einer 30-Stunden-Woche erfolgreich ausüben zu können“, sagte Kreis. „Wir brauchen einen Kulturwandel.“ Die Mutter von zwei Kindern spricht sich aber gegen harte Frauenquoten aus, „schon gar nicht über Branchen und Bereiche hinweg“, so Kreis.