Deutschland Cup | Eishockeynationalmannschaft gewinnt deutsches Duell gegen Perspektivteam

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat ihre Erfahrung ausgespielt und sich zum Auftakt des Deutschland Cups im rein deutschen Duell gegen das Top Team Peking durchgesetzt. Die von Steffen Ziesche und Thomas Popiesch in Abwesenheit von Bundestrainer Toni Söderholm gecoachte DEB-Auswahl behielt in der Krefelder Yayla Arena letztlich mit 7:2 (4:1, 1:0, 2:1) gegen die Perspektivmannschaft von U20-Bundestrainer Tobias Abstreiter die Oberhand.

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Marcel Noebels und Daniel Fischbuch von Team Deutschland wäŠhrend des Spiels zwischen Team Deutschland und dem Top Team Peking. Wegen der Corona-Pandemie waren in Krefeld keine Zuschauer zugelassen. (Foto von City-Press GmbH)

Nach einem mutigen Beginn des Top Teams Peking, der mit dem Führungstreffer des Berliners Nino Kinder (3.) belohnt wurde, kam die Nationalmannschaft Stück für Stück besser in Fahrt. Im ersten Powerplay des Spiels gelang dem Münchner Yasin Ehliz (8.) nach Zuspiel der Mannheimer Markus Eisenschmid und Matthias Plachta aus kurzer Distanz der Ausgleich. Marc Michaelis (12.), gerade von den Vancouver Canucks an die Adler Mannheim ausgeliehen, erzielte das 2:1 – wieder war Eisenschmid an der Entstehung beteiligt.

Gegen das weiter couragiert agierende Abstreiter-Team spielte die Nationalmannschaft offensiv sehr effektiv. Per Schlagschuss markierte der Straubinger Marcel Brandt (15.) das 3:1 und der Kölner Colin Ugbekile (18.) erhöhte mit seinem ersten Treffer im Nationaltrikot noch im ersten Drittel auf 4:1, Eisenschmid lieferte seine bereits dritte Vorlage.

Im zweiten Drittel nutzte die DEB-Auswahl erneut eine Überzahlsituation. Nach einer Kombination über Debütant Leon Gawanke und Daniel Fischbuch war letztlich Marcel Noebels (33.) erfolgreich, der in Krefeld seine Eishockeykarriere startete. Auch der Schlussabschnitt bot eine Reihe interessanter Szenen. Der auffällige Brandt (49.) zielte beim sechsten Tor der Nationalmannschaft wiederum präzise und schließlich fügte Eisenschmid (50.) seinen Beihilfen auch noch einen eigenen Treffer hinzu. Youngster Haakon Hänelt (58.) setzte den Schlusspunkt und belohnte das Engagement des Top Teams Peking mit einem zweiten Treffer.

Im Tor begann beim Team von Ziesche und Popiesch der Mannheimer Felix Brückmann, der zuletzt in der Saison 2016/17 bei der DEB-Auswahl zum Einsatz gekommen war. Nach gute der Hälfte des Spiels wurde er vom Neu-Berliner Mathias Niederberger abgelöst. Beim Top Team Peking durfte sich der 19-Jährige Tobias Ancicka (Eisbären Berlin) bewähren, im letzten Drittel kam dann der Düsseldorfer Hendrik Hane zum Einsatz – als Kapitän lief Kai Wissmann (Berlin) auf, seine Assistenten waren Maximilian Daubner (München) und Tim Wohlgemuth (Ingolstadt). Bei der Nationalmannschaft wurde Kapitän Moritz Müller von den Assistenten Marcel Noebels und Korbinian Holzer unterstützt.

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Lucas Dumont vom Top Team Peking prüft Keeper Felix BrŸückmann von Team Deutschland (Foto von City-Press GmbH)

U18-Bundestrainer Steffen Ziesche: „Ein paar Minuten haben wir schon gebraucht, um den Rhythmus zu finden. Dann waren wir aber schon dominant. Wir haben schon noch Luft nach oben, aber daran können wir arbeiten und gegen Lettland wieder neu starten. Grundsätzlich ist es wunderbar, dass wir überhaupt spielen durften. Schade, dass wir keine Zuschauer haben, aber die Situation ist eben so und wir haben es professionell gelöst.“

Marcel Brandt: „Wir haben ein gutes Spiel gezeigt für das erste Mal, auch wenn wir etwas gebraucht haben, um reinzukommen. Wir haben unsere Sachen dann gut umgesetzt. Es ist schon komisch, ohne Zuschauer in einer leeren Halle zu spielen, das ist ungewohnt, aber wir haben es alle – auch von der Organisation her – sehr, sehr positiv umgesetzt.“

Marco Nowak: „Es war überragend, wieder mit der Nationalmannschaft zusammenzuspielen. Wir haben insgesamt gutes Eishockey gespielt und können im Großen und Ganzen voll zufrieden sein. Das Top Team Peking hat sich auch gut präsentiert. Mit dieser Mannschaft können wir noch vieles erreichen.“

Am Freitag (17 Uhr/Magenta Sport) darf das Top Team Peking sich erneut beweisen. Die Perspektivauswahl trifft dann auf das Team des kommenden WM-Gastgebers Lettland, das am Samstag (16.45 Uhr/MagentaSport und Sport1) dann Gegner der DEB-Auswahl ist.