Deutschland erhält weitere Impfstoffdosen gegen Affenpocken. In der kommenden Woche sollen 19.500 Einheiten an die Länder ausgeliefert werden, teilte das Gesundheitsministerium am Samstag mit.

Bereits im Juni hatte der Bund 40.000, im Juli 5.300 Impfdosen an die Länder geliefert. In bilateralen Verträgen wurden insgesamt 240.000 Dosen des Impfstoffs Jynneos/Imvanex bestellt. Weitere Lieferungen werden im Laufe des Jahres erwartet. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) ließ sich zitieren mit den Worten: „Wir wollen eine weitere Ausbreitung der Affenpocken mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln verhindern. Dazu gehören eine gute Kontaktnachverfolgung durch die Gesundheitsämter, eine umfassende Aufklärung und eben auch die Impfung besonders gefährdeter Menschen.“

Der sogenannte „Queer-Beauftragte“ der Bundesregierung, Sven Lehmann (Grüne), sagte: „Die Impfbereitschaft gerade bei Männern, die Sex mit Männern haben, ist hoch.“ Vor allem in den „Hotspots“ sei die Nachfrage aber deutlich höher als das Angebot. In manchen Städten erhalten Impfwillige nur schwer oder keine Termine.

Der internationale Affenpocken-Ausbruch im Mai 2022 führte auch zu Ansteckungen in Deutschland. Stand 26. August wurden in Deutschland 3.405 Infektionsfälle an das RKI gemeldet. Unmittelbar nach Bekanntwerden des Ausbruchs trat Deutschland in Verhandlungen mit dem Impfstoffhersteller Bavarian Nordic. Ende Juni erfolgte die STIKO-Empfehlung zum Pockenimpfstoff Imvanex.

Foto: Impfspritze wird aufgezogen, über dts Nachrichtenagentur

Deutschland Erhaelt Weiteren Affenpocken Impfstoff