Das war ein harter Kampf um die Goldmedaille im Teamspringen der Männer von der Großschanze. Am Ende einer spannenden, bis zum letzten Springer völlig offenen Zitterpartie siegten die Deutschen mit Pius Paschke, Severin Freund, Markus Eisenbichler und Karl Geiger dann aber doch relativ deutlich mit 1048.6 Punkten. Zweiter wurde Österreich mit 1035.5 Punkten (Philipp Aschenwald, Jan Hörl, Daniel Huber, Stefan Kraft) vor Polen mit 1031.2 Punkten (Piotr Zyla, Andrzej Stekala, Kamil Stoch, Dawid Kubacki).

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Es ging in jeder Gruppe hin und her, die Führung wechselte ständig zwischen Österreich, Japan, Polen und Deutschland. Alle hatten die Möglichkeit, den Titel zu holen. Die Schlussspringer hatten es in der Hand. Als erstes fielen die Japaner nach einem mäßigen Sprung von Ryoyu Kobayashi heraus aus dem Kampf um die Medaillen. Einzel-Weltmeister Stefan Kraft aus Österreich legte im Kampf um Gold mit 133,0 Metern vor. Mit einem Supersprung auf 136,0 Meter setzte Karl Geiger sich klar vor die Österreicher. Die Polen mit Dawid Kubacki als Schlussspringer konnten dem nichts mehr entgegensetzen. Die Bronzemedaille konnten sie aber vor Japan noch retten.

Karl Geiger hat mit dieser Titelverteidigung seine vierte Medaille bei der Heim-WM geholt. Damit ist er der erfolgreichste Skispringer bei dieser Skiweltmeisterschaft.

Karl Geiger (SC Oberstdorf):„Irre, einfach nur irre. Ich habe absolut nicht gedacht, dass es bei mir bei jedem Wettkampf so aufgeht. Es freut mich so, dass es mir daheim so gelungen ist. Der Wettkampf heute war extrem cool. Ich habe aber auch vorm Springen schon richtig Bock auf den Wettkampf gehabt. Ich habe mir gedacht, dass wird eine geile Nummer und eine richtig enge Kiste. Genauso kam es und jeder hat einen Superjob gemacht und hinten raus habe ich gewusst, dass es jetzt drauf ankommt. Aber ich glaube, ich habe den besten Sprung bei der ganzen WM gemacht.“