Im Kampf gegen die Ausbreitung der aggressiven Corona-Variante Omikron fordern Deutschlands Städte und Gemeinden von der Bundesregierung schnelle Entscheidungen und verlässliche Impfstofflieferungen. „Der Bund muss sehr schnell entscheiden, ob Geimpfte bereits nach drei Monaten eine Auffrischungsimpfung bekommen sollen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages Helmut Dedy der „Süddeutschen Zeitung“ (Montagsausgabe). Wenn sich die Bundesregierung wegen Omikron für frühzeitiges Boostern entscheide, brauche man auch „viel mehr Impfstoff vor Ort“.

Deutschlands Staedte Fordern Verlaessliche ImpfstofflieferungenImpfzentrum, über dts Nachrichtenagentur

Bislang sieht die offizielle Empfehlung in Deutschland noch einen Abstand von sechs Monaten vor. Fachleute hatten zuletzt eine Verkürzung auf drei Monate ins Spiel gebracht. In den Städten und Gemeinden sieht man den möglichen Ansturm von Impfwilligen auch mit Sorge.

„Die neue Bundesregierung und die Länder müssen jetzt dringend sicherstellen, dass der Nachschub auch überall ankommt“, sagte auch Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes. Er forderte zudem, „die Impfzentren sämtlich wieder zu öffnen und langfristig rund um die Uhr in Betrieb zu halten“.