Dezimierte Augsburger Panther zeigen in München große Moral

Aufgrund von Verletzungen und Erkrankungen reisten die Augsburger Panther deutlich dezimiert nach München. Früh sah es nach einer Klatsche aus, doch der AEV zeigte große Moral und hielt gegen den Champions League-Finalisten dagegen. Für zählbares reichte es aber nicht.

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Trotz der Niederlage konnte Stewart mit seiner Mannschaft zufrieden sein.

Für die Augsburger Panther ging es am heutigen Abend zum bayerisch-schwäbischen Derby nach München. Der EHC war während der Woche durch einen Sieg in Salzburg in das Finale der Champions Hockey League eingezogen, ausgerechnet gegen diesen starken Gegner musste Augsburg heute auf zahlreiche Spieler verzichten. Neben den drei verletzten Spielern (Valentine, Ullmann, Rekis) fehlten einige Spieler mit einer Magen-Darm-Erkrankung. Trainer Mike Stewart hatte so nur drei Sturm- und zwei Abwehrreihen zu Verfügung. Auch die beiden Torhüter waren vor der Partie erkrankt, zu Beginn setzte der Coach auf Markus Keller.

Bereits nach fünf Minuten hatte der Keeper die Scheibe aus dem Netz holen müssen Aulie und Voakes hatten mit platzierten Schüssen für einen Doppelschlag zugunsten des EHC gesorgt. Der AEV tat sich auch im weiteren Verlauf des des Anfangsdrittels schwer, konnte sich kaum vor dem Tor von Kevin Reich in Position bringen. München machte dies deutlich besser. Folgerichtig hieß es noch vor der Pause 0:3. Detsch hatte eine der wenigen guten Chancen der Schwaben ausgelassen, Andreas Eder zimmerte die Scheibe im direkten Gegenzug an Keller vorbei in die Maschen. Für den Augsburger Keeper war anschließend bereits nach 17 Minuten Feierabend. Für ihn kam Roy. Bevor der Torhüter richtig eingreifen musste, langte ein anderer zu. Detsch lieferte sich mit Aulie einen Faustkampf, auch diesen musste der Augsburger mit einer blutigen Nase als Verlierer auf die Strafbank.

Nach dem ersten Seitenwechsel dauerte es noch einige Minuten bis die Panther endlich besser in das Spiel gefunden hatten. Nun kämpfte Augsburg nicht nur, sondern konnte sich auch in der Offensive besser entfalten. Der Lohn war der 1:3-Anschlusstreffer durch LeBlanc, der die Scheibe in den Torwinkel legen konnte (38.).

Die vielen mitgereisten Fans feierten die Jungs vom Schleifgraben für die große Moral, der von dieser Rumpftruppe (ohne sieben Stammspieler) gezeigt wurde. Es spätestens nun, das Spiel weitestgehend ausgeglichen zu gestalten. Ein Treffer wollte dem AEV aber nicht gelingen, Shugg sorgte mit einem Empty-Net-Goal kurz vor dem Ende für die Entscheidung. Für die Fuggerstädter geht es am Sonntag gegen die Pinguins Bremerhaven im Kampf um die Top 6 weiter.

AEV: Keller Roy – Lamb,McNeill, Sezemsky, Rogl – Sternheimer, Payerl,  LeBlanc, Stieler, Trevelyan, Schmölz, Fraser,  Hafenrichter, Detsch, White
Tore: 1:0  Aulie (Button, Eder) 4., 2:0 Voakes (Kastner, Joslin) 5., 3:0  Eder (Daubner, Eder) 16., 3:1 LeBlanc (White, McNeill) 38., 4:1 Shugg 59.

Schiedsrichter: Kowarski, Kopitz / Hofer, Schwenk Strafzeiten: München  14 + 10 Aulie – Augsburg 10 +10 Detsch

Zuschauer: 6142