DFB-Pokal: Regionalligist Essen siegt sensationell gegen Leverkusen

Im Achtelfinale des DFB-Pokals hat Regionalligist Rot-Weiss Essen gegen Bundesligist Bayer 04 Leverkusen in der Verlängerung mit 2:1 gewonnen und den sensationellen Einzug ins Viertelfinale perfekt gemacht. Die Werkself tat sich schwer gegen aufopferungsvoll verteidigende Essener und hatte in der 24. Minute die erste Riesenchance der Partie, doch Schick scheiterte aus fünf Metern per Kopf am linken Pfosten. In der Folge agierte Bayer 04 aber immer unsicherer, der Underdog kreierte einige Entlastung, Kehl-Gomez zielte in der 40. Minute knapp links daneben.

Dts Image 13132 Qphsbqommo 3122 800 600Schiedsrichter, über dts Nachrichtenagentur

In der letzten Aktion des ersten Durchgangs dann fast doch noch die Führung für den Favoriten, Diaby ließ aus die Direktabnahme aus zehn Metern aber rechts vorbeizischen. Nach der Pause dann aber ein wahres Chancenfeuerwerk für die Bosz-Elf: Erst traf Diaby in der 50. Minute den linken Pfosten, Davari parierte mehrfach glänzend gegen Tapsoba, Bailey oder Wirtz. In der 89. Minute traf Diaby den linken Pfosten aus 16 Metern und Aranguiz` Abschluss lenkte der starke Essener Schlussmann an den rechten Pfosten.

Wie durch ein Wunder stand es nach regulärer Spielzeit torlos. In der 105. Minute erlöste Bailey die Werkself dann aber doch noch, als er etwas zufällig von Dragovic bedient wurde und aus neun Metern diesmal cool blieb. In der 108. Minute glich der klare Außenseiter dann aber tatsächlich aus, als Hradecky den Schuss von Engelmann nur abklatschen lassen konnte und der eingewechselte Kefkir abstaubte. In der 117. Minute drehte Engelmann die Partie dann höchstpersönlich, als er rechts im Strafraum gegen Hradecky cool blieb und unter die Latte traf.

Im Parallelspiel gewann Bayern-Bezwinger Holstein Kiel zuhause gegen Ligakonkurrent Darmstadt 98 im Elfmeterschießen nach einem 1:1 nach 120 Minuten mit 7:6 und schaffte ebenfalls den Einzug ins Viertelfinale. In einer ausgeglichenen Begegnung hatten die Hessen die erste große Gelegenheit in der neunten Minute, als Honsak vom Strafraumrand einfach mal abzog und den rechten Pfosten erzittern ließ. In der 16. Minute wurde Kiel zu ersten mal gefährlich, als Reese allein vor Schuhen die Kugel nicht mehr am Keeper vorbeibekam. In der Folge neutralisierten sich beide Teams weitgehend, es ging torlos in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Holstein den Druck und wurde in der 58. Minute belohnt, als Serra von Reese geschickt wurde und allein vor Schuhen per Lupfer erfolgreich war. Die Norddeutschen verteidigten anschließend dispzipliniert, ließen aber in der 86. Minute doch noch den Ausgleich zu, als der eingewechselte Dursun aus der Drehung nicht besonders platziert abzog, Gelios das Leder allerdings passieren ließ. Somit ging es in die Verlängerung. In dieser näherten sich vorrangig die Gäste einem Treffer an, hatten dabei aber keinen Erfolg.

Im Elfmeterschießen verschoss Skarke den entscheidenden Elfmeter, Lorenz traf und Kiel zog ins Viertelfinale ein.