DGB fordert Maßnahmen der G20 wegen Coronavirus

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat angesichts der Viruskrise die G20-Gruppe zum Handeln aufgefordert. „Wie zur Zeit der internationalen Finanzkrise 2008/2009 sind jetzt koordinierte Maßnahmen der G20-Staaten sowie weitreichende Investitionsprogramme notwendig“, sagte DGB-Chef Reiner Hoffmann den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). „Aber klar ist auch: Wir dürfen die Betriebe – und deren Beschäftigte – nicht im Regen stehen lassen“, sagte Hoffmann.

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In Deutschland sei nun die Bundesregierung gefragt, sicherzustellen, „dass Kurzarbeit jetzt unbürokratisch genutzt werden kann“, sagte der DGB-Chef. Auch Robert Feiger, Chef der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), sprach sich gegenüber den Funke-Zeitungen für ein entschlossenes Handeln der Regierung aus. „Wichtig ist, dass Unternehmen Sicherheit haben, wenn ihre Mitarbeiter zu Hause bleiben müssen. Hier müssen Arbeitsminister Hubertus Heil und Wirtschaftsminister Peter Altmaier klare Zusicherungen – insbesondere bei der Kurzarbeit – machen“, sagte Feiger. Es dürfe nicht sein, dass „Betriebe pleitegehen, weil sie zum Wohl der Allgemeinheit ihre Mitarbeiter zu Hause lassen.“ Die für die deutsche Konjunktur wichtige Bauwirtschaft sei von dem Coronaviurs bisher aber noch nicht in großem Maße getroffen. „Die Bauwirtschaft ist zum erheblichen Teil stark im Binnenmarkt tätig. Sie ist auch nicht in hohem Maße von ausländischen Lieferprodukten abhängig“, so Feiger.