Die Augsburger Panther starten in die Vorbereitung – Kommt noch Verstärkung für den Kader?

Die Augsburger Panther beginnen am Dienstag mit einem dünn besetzten Kader die Vorbereitung auf den späten DEL-Saisonstart. Wird der Kader bis dahin noch verstärkt?

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Trainer Tray Tuomie bittet seine Spieler am Dienstag auf das Eis

Es hat lange gedauert, doch am Dienstag wird es endlich soweit sein. Panther-Coach Tray Tuomie wird seine Spieler zum ersten Eistraining ins Curt-Frenzel-Stadion kommen lassen. Aufgrund der Coronapandemie und der damit verbundenen Beschränkungen war lange unklar, ob die DEL in dieser Saison überhaupt ausgetragen wird und ob sich der AEV daran beteiligen kann. Doch Augsburg hat Dank der breiten Unterstützung der oft beschworenen „AEV-Familie“ die Voraussetzungen schaffen können. Kurz vor Weihnachten werden die Profis ihre ersten Spiele in München (20.12. 14:30 Uhr) und zuhause gegen Schwenningen (22.12. 18:30 Uhr) bestreiten (mehr zum Modus).

Während einige Mannschaften seit einiger Zeit sich unter anderem diese beiden Gegner bereits seit einiger Zeit im MagentaSport-Cup messen, hat Tuomie nun knappe drei Wochen Zeit seine Spieler fit für die Duelle in der höchsten deutschen Liga zu bekommen. Bis mindestens Mitte März wartet nun ein strenges Programm mit 28 Spielen auf die Kufencracks. 24 Hauptrundenspiele innerhalb der Gruppe Süd (ERC Ingolstadt, Adler Mannheim, Red Bull München, Nürnberg Ice Tigers, Straubing Tigers sowie die Schwenninger Wild Wings) sowie 14 Partien gegen die Teams aus der Gruppe Nord sind vorgesehen.

Reicht der AEV-Kader für die zu erwartenden Belastungen

Doch reicht der Augsburger Kader von der Mannschaftsstärke her für diese Belastungen aus? Spätestens wenn durch die Belastungen Verletzungen hinzukommen dürfte die Personaldecke eng werden. Nachdem nun auch klar ist, dass Verteidiger Patrick McNeill vorerst nicht aus Kanada anreisen wird, kann man sich in der Defensive aktuell keinen weiteren Ausfall leisten. Da aufgrund der Teilnahme an der U20-WM auch Niklas Länger in Edmonton (Kanada) im Januar fehlen wird, stehen Tuomie dann nur noch sechs nominelle Verteidiger zu Verfügung. Hier könnte Verstärkung sicher nicht schaden.

Auch im Angriff wurde noch nicht jede mögliche Stelle vergeben. 13 Stürmer stehen aktuell im Augsburger Aufgebot, darunter zahlreiche junge und erstligaunerfahrene Spieler wie die Eisenmenger-Brüder Magnus und Maximilian (aus Frankfurt), Samir Kharboutli (Memmingen) oder auch Dennis Miller. Die Corona-Situation als Chance für den Eishockeynachwuchs.

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Gerade bei der Verpflichtung von ausländischen Spielern hat sich die Panther-Führung um Lothar Sigl zurückgehalten. Erst 7 von 11 Ausländer-Lizenzen wurden vergeben (inkl. McNeill). Aufgrund der starken finanziellen Einbußen durch die fehlenden Zuschauereinnahmen eine verständliche und sinnvolle Maßnahme. Weitere Verpflichtungen müssten sicher erst mit der Mannschaft besprochen werden, die durch große Zugeständnisse beim Gehalt erst die Teilnahme an dieser Saison ermöglichte. Eher günstigere Alternativen dürften aber sicher auch hier noch willkommen sein.

Aus dem Westen was Neues?

Bei Nord-Gruppen-Team Krefeld Pinguine verlassen aktuell scharenweise Spieler die Stadt. Mit den beiden ehemaligen Nationalspielern Kai Hospelt und dem bisherigen Kapitän Torsten Ankert sind auch zwei Akteure in der Preisklasse des AEV dabei. Während sich Angreifer Hospelt nach dpa-Informationen aber wohl einem Team in der DEL2 anschließen wird, könnte Ankert ein Mann für die Augsburger Defensive werden (Update: Er hat inzwischen in Iserlohn zugesagt). Mit seinem bisherigen Mannschaftskameraden Wade Bergman wäre noch ein weiterer Verteidiger aus dem Reigen der „Krefeld-Aussteiger“ zu haben. Auch wenn niemand mehr kommen sollte, sieht man sich in Augsburg gerüstet:  „Wir sehen uns mit diesem Kader konkurrenzfähig. Wir vertrauen unseren Spielern. Ob und wie wir im Saisonverlauf reagieren müssen, wird sich zeigen. Das ist von so vielen Dingen abhängig.“, so Trainer Tuomie im Interview mit 1878-TV.