Die Indians sind wieder da | ECDC Memmingen nach Sieg in Halle wieder zurück in der Playoff-Serie

Der ECDC Memmingen hat mit einer wahren Energieleistung den ersten Sieg im Achtelfinale gegen die Halle Saale Bulls eingefahren. Am Dienstagabend sicherten sich die Indians mit einem 3:1 Auswärtserfolg ein weiteres Heimspiel am Hühnerberg. Karten für die Begegnung sind ab Mittwoch, 19 Uhr, im Vorverkauf erhältlich.

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Die Indians (hier mit Andrew Johnston und Jaro Hafenrichter) hielten die Bulls in Schach und siegten in Halle (Fotocredit: Flo Brunner)

Die Indians sind wieder da: Mit einer beeindruckenden kämpferischen Leistung holen sich die Memminger den ersten Sieg in der laufenden Achtelfinal-Serie und wehren damit den ersten Matchball des Tabellenzweiten aus dem Norden ab. In der „Best-of-Five“-Serie steht es somit nun nur noch 2:1 für Halle, die Indians können nun mit einem Heimerfolg am kommenden Freitag ausgleichen und ein mögliches Entscheidungsspiel erzwingen.

Nach zwei deutlichen Niederlagen zum Start des Achtelfinals haben wohl nur noch die wenigsten mit einem Comeback der Indians gerechnet. Die ersatzgeschwächte Memminger Mannschaft konnte mit Donat Peter zumindest einen Rückkehrer wieder aufbieten, was Coach Daniel Huhn zumindest drei volle Angriffsreihen bescherte. Die Indians starteten äußerst konzentriert in die Partie. Im ersten Drittel sahen die Zuschauer in Halle ein ausgeglichenes und sehr umkämpftes Match zweier Mannschaften, die enorm unter Zugzwang standen. Erst im zweiten Abschnitt fiel dann das erste Tor. Die Gastgeber nutzten die erste und am Ende auch einzige Überzahl des Abends konsequent aus und erzielten die Führung. Die Indians waren zu dieser Zeit arg in Bedrängnis, schafften es aber sich aus dem Hallenser Klammergriff zu befreien. Die Wende läutete dann der Treffer von Matej Pekr ein, der kurz darauf vor dem Tor die Nerven behielt und Timo Herden keine Chance ließ. Mit dem Ausgleich im Rücken fanden die Indians zu ihrem Spiel zurück. Um jeden Zentimeter Eis wurde gekämpft und nie klein beigegeben. Für den Favoriten aus Sachsen-Anhalt war an diesem Abend spätestens beim starken Marco Eisenhut Endstation, doch auch die Allgäuer taten sich schwer hochkarätige Chancen herauszuspielen.

Erst im letzten Drittel sollte den Indianern dann die erstmalige Führung der Serie gelingen. Der Treffer von Donat Peter war dabei sogar ein historischer. Erstmals in der Oberliga wurde ein Treffer nach Videobeweis erzielt. Zuerst sahen die vier Offiziellen die Scheibe nämlich nicht im Gehäuse der Bulls, nach intensivem Betrachten der Videoaufnahmen wurde den Maustädtern aber der Treffer gewährt, der am Ende auch den Sieg bringen sollte. Die restliche Zeit, in der die Gastgeber noch einmal mit aller Macht auf den Ausgleich drückten, konnten die Indians schadlos überstehen. Zahlreichen Blocks der Spieler sowie Paraden von Marco Eisenhut sei Dank. Mit dem Empty-Netter durch Jaro Hafenrichter kurz vor Schluss fiel die endgültige Entscheidung und die Gäste ließen sich noch zu einigen Nicklichkeiten, u.a. zu einem völlig überzogenen Cross Check von hinten, hinreißen. 

Die Indians aber waren da fast schon in Feierlaune und stimmten sich nach der Schlusssirene mit ihren mitgereisten Anhängern auf das nächste Spiel der Serie ein. 

Durch den Erfolg in Halle konnten die Memminger ein weiteres Heimspiel erzwingen, in dem sie nun die Möglichkeit auf den Ausgleich in der Serie haben. 

Die Partie am Hühnerberg beginnt am Freitag um 20 Uhr. Tickets sind ab Mittwochabend im Vorverkauf erhältlich, die Indians raten dringend dazu bereits frühzeitig Karten zu erwerben, um Wunschplätze zu erhalten und lange Wartezeiten zu vermeiden.

ECDC Memmingen: Eisenhut (Meder) – Svedlund, Kittel; Kasten, Schirrmacher; Menner – Hafenrichter, Peter, Pekr; Dopatka, Johnston, Marsall; Topol, Meisinger, Gorgenländer.

Tore: 1:0 (27.) Vihavainen (Kaplan, Merl, 5-4), 1:1 (28.) Pekr (Kasten, Hafenrichter), 1:2 (53.) Peter (Pekr), 1:3 (60.) Hafenrichter (Peter).

Strafminuten: Halle 4 + 10(Kaplan) – Memmingen 2