Der AEV empfing die Adler Mannheim zum DEL-Spitzenspiel im nicht ganz ausverkauften Curt-Frenzl-Stadion. Die Mannheimer kamen als souveräner Tabellenführer nach Augsburg und trafen in der Partie gegen die Fuggerstädter auf ihren ersten Verfolger. Die Rot-grün-weißen sind bisher eine der Überraschungsmannschaften der diesjährigen DEL-Saison und hatten die Chance ihre Heimspielserie von fünf Siegen in fünf Partien auszubauen. Die Rot-weiß-blauen aus Mannheim waren dafür allerdings zu clever und kaltschnäuzig. Es setzte mit 0:3 die erste Heimniederlage der Saison für die Jungs vom Schleifgraben.

20141019_aev_mannheim0008 Die Mannheimer Adler beenden die Heimspielserie der Panther Augsburger Panther News Sport adler AEV CFS curt-frenzl-stadion DEL mannheim Mannheimer Adler Panther spitzenspiel | Presse Augsburg

Beide Teams begannen äußerst konzentriert und engagiert, wobei die Kurpfälzer mit EX-Panther Patrick Endras im Tor leichte Vorteile hatten. Die ersten richtig brenzligen Situationen entstanden mit den ersten Überzahlspielen. Die Panther verteidigten erst stark nachdem Adrian Grygiel wegen Behinderung für zwei Minuten in die Box musste. Anschließend hatten sie in ihrem ersten Powerplay sogar die Chance in Führung zu gehen. Einen Schuss von DaSilva konnte Endras nur abprallen lassen, aber Uvira und Machacek scheiterten beide mit ihren Nachschüssen (9.).

Der AEV war gut in der Partie und hatte mehr vom Spiel als zu Beginn. Die Mannheimer Adler schlugen dann in der 15. Minute im Stile eine Spitzenmannschaft zu. Der MERC setzte die Panther beim Spielaufbau stark unter Druck und die Panther bekamen die Scheibe einfach nicht aus dem eigenen Drittel. Die Scheibe landete bei Joudrey der allein vor dem Augsburger Tor auftauchte und den Puck zwischen den Beinen von Mason hindurch zum 1:0 einnetzte (15.).

Im zweiten Drittel sahen die 5.818 Zuschauer über weite Strecken kaum Torchancen. Beide Teams neutralisierten sich gegenseitig. Die Panther hatten phasenweise mit dem sehr aggressiven Pressing der Adler ihre liebe Mühe und waren überwiegend mit verteidigen beschäftigt.

Breitkreuz hatte nach einem Solo auf Endras die Chance zum Ausgleich auf dem Schläger, aber die Scheibe ging knapp am Gehäuse des EX-Augsburgers vorbei. Als Connolly wegen eines Bandenchecks auf dem Weg zur Strafbank war, spielte ihm der Mannheimer Goalie Endras die Scheibe vor die Füße und Connolly gab sie ihm mit einem satten Schuss von Höhe der blauen Linie zurück. Endras und Connolly kassierten jeweils 10 Minuten wegen Unsportlichen Verhaltens.

DaSilva saß gerade seine Strafe wegen Spielverzögerung ab, als die Adler zuschlugen. Richmond schlenzte von der blauen Linie den Puck Richtung Augsburger Tor und EX-NHL Profi Hecht fälschte mit all seiner Erfahrung ab (37.). Trotz einer tollen kämpferischen Leistung ging es mit einem 0:2 Rückstand in die Pause.

Der AEV startete stark in das Schlussdrittel und zeigte den Willen, die Partie noch zu drehen. Trevelyan (41.) und Hinterstocker mit seinem Torschuss in Baseballmanier (44.) brachten die Scheibe nicht in das Tor von Endras. Stattdessen legten die Kracks aus der Rhein-Neckar-Region nach. Mannheim kombinierte sich mit drei direkten Zuspielen durch die Augsburger Abwehr und Ullmann musste nur noch einschieben (46.). Das war die Vorentscheidung.

Die Rot-weiß-blauen hatten die Partie im Griff und spielten die Zeit souverän herunter. Grygiel (54.) und Carciola (57.) hatten Chancen zu verkürzen, aber die Scheibe schlug dann nach einem Distanzschuss erst kurz nach der Schlusssirene im Tor der Mannheimer ein. Nach dem Videobeweis wurde das Tor nicht gegeben.

Augsburg muss sich, von der Chancenverwertung abgesehen, nichts vorwerfen lassen. Die Panther haben gekämpft und gebissen, aber die Adler waren offensiv und defensiv einfach richtig stark und obendrein eiskalt in der Chancenverwertung. Das Team von Geoff Ward, der als Co-Trainer 2011 mit Boston den Stanley Cup gewonnen hatte, steht nicht von ungefähr ungefährdet auf Platz eins.

Für die Panther geht es am Dienstag nach Hamburg und am Freitag kann im CFS gegen Wolfsburg eine neue Serie gestartet werden.

AEV: Mason, Keller – Lamb, Woywitka,  Tölzer, Bettauer, Seifert, Rekis, Reiß – Carciola, Machacek, DaSilva,  Caporusso, Trevelayn,  Ciernik, Breitkreuz, Hinterstocker, Connolly, Weiß, Grygiel,  Uvira
Tore: 0:1 Joudrey (Kink, Buchwieser) 15.;  0:2 Hecht (Richmond , Hospelt) 37.; 0:3 Ullmann (Arendt, Höfflin) 46.;
Schiedsrichter: Aicher, Schukies/ Lajoie, Höck Strafzeiten:   Augsburg 10 +10 Connolly –  Mannheim 8 +10 Arendt, Endras
Zuschauer: 5.818

Alle Bilder zum Spitzenspiel von Sebastian Pfister: