Die Panther-Party geht weiter – Augsburg gewinnt zweites CHL-Spiel in Belfast und 1.000 Fans feiern mit

Wir sind gekommen um zu bleiben

Das Jahr 2019 ist für die Augsburger Panther und ihre Fans eine einzige Party. Auch in Belfast konnte diese fortgesetzt werden. Der AEV feierte vor über 1.000 Augsburger Schlachtenbummlern bei den Giants mit einem 3:2 n.V. den zweiten Europapokalsieg.

Die Panther-Party geht weiter. Der AEV gewinnt auch in Belfast | Foto: Siegfried Kerpf

Was ist das für ein grandioses Jahr für die Augsburger Panther? In der DEL holte man sich den dritten Vorrundenplatz und damit die erstmalige Qualifikation für die Champions Hockey League. Es sollten grandiose Playoffs mit einem phänomenalen Halbfinale München folgen. Und jetzt im Sommer macht der AEV an dieser Stelle einfach weiter. Nach dem ersten CHL-Sieg gegen den schwedischen Topclub Lulea Hockey ließen die Schwaben am Samstag gleich den zweiten Erfolg folgen. Auch in Belfast ging die rot-grün-weiße Party weiter.

Über 1.000 Schlachtenbummler treiben den AEV an

Über 1.000 Schlachtenbummler hatten die Panther in die nordirsche Hauptstadt begleitet und keiner sollte sein kommen bereuen. Früh übernahm Augsburg die Kontrolle über das Spiel und ging vollkommen verdient durch ein Tor von Matt Fraser in Führung (6.). Die Fans mussten anschließend allerdings mit ansehen, wie der AEV der Faden aus den Fingern glitt und die Giants die Kontrolle über die Partie übernahmen. Noch vor der ersten Pausensirene gelang es dem Meister der britischen Elite Ice Hockey League im Powerplay durch Lavallee-Smotherman der Ausgleich (18.). Torhüter Markus Keller der zu seinem ersten Europapokaleinsatz kam hatte keine Abwehrchance.

Auch nach dem ersten Seitenwechsel waren die Gastgeber das tonangebende Team, Augsburg konnte von Glück reden, dass sie sich in einigen Unterzahlsituationen keinen weiteren Gegentreffer fingen. Diesen erzielte der Pole Patryk Wronka dann kurz nach der Hälfte des Spiels (33.).

Keine Zweifel: Sieger wird der AEV

Trotz des Spielverlaufs machte sich auch in der zweiten Pause im Augsburger Block kaum Zweifel am Sieger auf. Ohne unterlass wurde das Team aus dem AEV-Sektor angetrieben. Als mit Marco Sternheimer ausgerechnet ein gebürtiger Augsburger den Ausgleich herstellte explodierte der Fanblock endgültig (44.). Mit hohem Einsatz, viel Glück und wohl auch mit einer Fehlentscheidung der Schiedsrichter gelang es dieses Remis über die reguläre Spielzeit zu retten. Kurz vor Ende hatte Farnham die Scheibe per Direktabnahme aus der Luft in die Machen gezimmert, ob der Stock dabei zu hoch war bleibt fraglich. Die Schiedsrichter verweigerten dem Tor jedenfalls nach minutenlangem Videostudium die Anerkennung. Wie schon in Schweden ging es nun in die Verlängerung.

Matt Fraser setzte dem Ganzen dann bereits nach 31 Sekunden ein Ende. Augsburg feiert im zweiten Europapokalspiel den zweiten Sieg und kann sich vor den beiden ersten Heimspielen Hoffnungen auf den Einzug in die K.O.-Runde machen. Die Panther-Party geht weiter.

AEV: Keller, Roy– Lamb, Haase, Tölzer, McNeill, Valentine, Rogl, Sezemsky – Sternheimer, Payerl, Callahan, Holzmann, LeBlanc, Stieler, Schmölz, Fraser, Gill, Mayenschein, Ullmann, Lambacher, Hafenrichter
Tore: 0:1 Fraser (Stieler/Mayenschein) 7., 1:1 Smotherman (Reddox/Morgan) 18., 2:1 Wronka (Lake/Swindlehurst) 33., 2:2 Sternheimer (Gill/Valentine) 44., 2:3 Fraser (Gill/Sezemsky) 61.

Schiedsrichter: Linde, Halas | Dalton, Rodger  Strafzeiten: Belfast 4 – Augsburg 14

Zuschauer: 5.070