„Die perfekte Welle“ – Ringvorlesungsreihe Faszination Mathematik und Physik“ beginnt

Auch 2014 laden die Institute für Mathematik und Physik der Universität Augsburg naturwissenschaftlich Interessierte wieder zu vier Vorträgen in der Reihe „Faszination Mathematik und Physik“ ein. 

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Prof. Dr. Achim Wixforth referiert im Zeughaus zur „Perfekten Welle“

Als Erster referiert am kommenden Donnerstag, dem 8. Mai, der Nanowissenschaftler Prof. Dr. Achim Wixforth (Lehrstuhl für Experimentalphysik I) unter dem Titel „Die perfekte Welle“ über Hybridsysteme, bei denen durch die Wechselwirkung der Materialien mit akustischen Oberflächenwellen völlig neuartige Funktionalitäten erreicht werden können, und über die Anwendungsmöglichkeiten von auf diesem Weg konstruierbaren „Chiplaboren“. Weitere Vorträge in der Reihe folgen am 10. Juli. 9. Oktober und 27. November 2014.

Zum Vortrag „Die perfekte Welle“
Viele Materialien weisen ganz bemerkenswerte elektronische, mechanische und optische Eigenschaften auf, die in den vergangenen Jahren zu einer wahren technologischen Revolution geführt haben. Insbesondere Halbleiter bzw. Halbleiter-Schichtsysteme nehmen hier eine besondere Rolle ein. Dies gilt v. a. für solche Systeme, deren Abmessungen auf die Nanometerskala reduziert worden sind. Dennoch ist es oft möglich, durch Hybridisierung verschiedener Materialsysteme deren Eigenschaften nochmals ganz erheblich zu verbessern und neuen Herausforderungen anzupassen.

Erdbeben im Nanometerbereich
Der Experimentalphysiker und Nanowissenschaftler Prof. Dr. Achim Wixforth wird in seinem Vortrag am 8. Mai einige solcher Hybridsysteme vorstellen, bei denen durch die Wechselwirkung der Materialien mit akustischen Oberflächenwellen völlig neuartige Funktionalitäten erreicht werden können. Akustische Oberflächenwellen sind ein „Erdbeben“ im Nanometer-Bereich. Sie können sich an der Oberfläche bestimmter Materialien ausbreiten und durch die elastischen oder auch elektrischen Felder, die sie begleiten, die Materialien nachhaltig beeinflussen. Wixforth wird Beispiele erläutern, bei denen mittels solcher „perfekter Wellen“ z. B. die dynamische Leitfähigkeit von Quantenstrukturen studiert und modifiziert sowie photonische Bauelemente aktiv programmiert und beeinflusst werden können.

Chiplabore
Schließlich gelingt es auch, die Wellen zur Manipulation von „weicher Materie“ und von Flüssigkeiten auf einem Chip zu verwenden. Beispiele für solch akustisch getriebene „Chiplabore“ und deren Anwendung werden im Vortrag ebenfalls behandelt werden.

Zum Referenten
Bevor Prof. Dr. Achim Wixforth 2002 den Lehrstuhl für Experimentalphysik I am Institut für Physik der Universität Augsburg übernahm, forschte er an der Universität Hamburg, an der University of California Santa Barbara und am Center for NanoScience (CeNS), München. Er ist Gründer und war von 2000 bis 2007 Chief Technical Officer der mittlerweile vom Mikroskopie- und Diagnostica-Weltunternehmen Olymus Europa GmbH aufgekauften Advalytic AG. Gemeinsam mit seinem Augsburger Kollegen Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Peter Hänggi vertritt er die Universität Augsburg als gleichberechtigte Partnerin der beiden Münchner Universitäten im Exzellencluster „Nanosystems Initiative Munich“ (NIM).

gewinnspiel_woerishofen-300x300 "Die perfekte Welle" - Ringvorlesungsreihe Faszination Mathematik und Physik" beginnt Freizeit Faszination Mathematik und Physik Uni Zeughaus | Presse AugsburgWeitere Vorträge in der Reihe „Faszination Mathematik und Physik“
Nach Wixforths Vortrag am 8. Mai stehen in diesem Jahr noch folgende weitere Veranstaltungen auf dem Programm der Augsburger Ringvorlesung „Faszination Mathematik und Physik“:

• 10. Juli 2014
Stabilität und Chaos
Prof. Dr. Kai Cieliebak m(Analysis und Geometrie)

• 9. Oktober 2014
Die Kraft aus dem Nichts
Prof. Dr. Gert-Ludwig Ingold (Theoretische Physik)

• 27. November 2014
Mit Bits und Bytes dem Zufall auf der Spur
Prof. Dr. Gernot Müller (Rechnerorientierte Statistik und Datenanalyse)

Alle Vorträge beginnen jeweils um 19.00 Uhr im Reichlesaal (Raum 116) des Zeughauses Augsburg (Zeugplatz 4, 86150 Augsburg). Der Eintritt ist frei.