Die Pressestimmen zu Deutschland-Slowakei. Nach der 3:0-Gala feiert die nationale Presse das DFB-Team. „Jogi, das war titelreif“ (Bild). „Deutschland nach Gala im Viertelfinale“ (titelt sport1.de). In Spanien und Italien zittert man bereits vor dem Weltmeister „Deutschland erschreckend stark (sport.es) und „Deutschland, so machst du Angst“ (Gazzetta dello Sport). Hier die Pressestimmen im Überblick.

DieMannschaft
Quelle: Twitter

 

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: „Deutschland, so machst du Angst. Um zu verstehen, was für ein Spiel es war, reicht eine Statistik: Nach zehn Minuten hatte Deutschland öfter aufs Tor geschossen, als Kroatien und Portugal zusammen in einem Spiel, das in die Verlängerung ging. Und ‚die Panzer‘ zogen dieses Leitmotiv das ganze Spiel über durch.“

Corriere dello Sport: „Deutschland super, Slowakei raus. Kaum steht das erste K.o.-Spiel an und schon sind die großartigen Deutschen wieder da. Sie schlagen die Slowakei ohne Mühe. Für Hamsik und Co. war nichts zu machen – zu stark war der Gegner. Ein guter Khedira im Mittelfeld, aber der beste Mann auf dem Platz ist Draxler.“

ENGLAND

Daily Mail: „Deutschland schickt eine unheilvolle Warnung. Boateng, Gomez und Draxler treffen in einer vollkommenen Vorstellung gegen die Slowakei. Die heroische slowakische Defensive, die alles abwehrte, was England ihr entgegenwarf, wurde von den Deutschen einfach in Stücke zerrissen. Eine Warnung des Weltmeisters an alle Nationen, die sich Hoffnungen auf den EM-Titel machen.“

Mirror: „Dominante Mannschaft spaziert ins Viertelfinale. Die Mannschaft stürmt ins Viertelfinale ohne irgendwelche der Probleme überstehen zu müssen, die England gegen Jan Kozaks Slowaken hatte. Das war ein echtes Statement von Löws Mannschaft, dass sie genau zur richtigen Zeit auf Betriebstemperatur kommt.“

Telegraph: „La Ola schwappte lange vor Spielende durch das Stadion. Ein Anzeichen dafür, wie Deutschland diese knifflige Aufgabe in eine Art teutonisches Dorffest verwandelte. Irgendwann erwartete man fast von Toni Kroos, dass er einen Krug Bier fordern und einen Schluck nehmen würde, während er das Spiel dirigierte.“

SPANIEN

Marca: „Die Walze kommt weiter – Deutschland wartet im Viertelfinale auf Italien oder Spanien, nachdem sie Slowakei keine Chance gealssen haben. Boateng mit einem Distanzschuss, Mario Gomez nach feiner Vorlage von Draxler und Draxler selbst, besiegen die Slowakei, die sich erhobenen Hauptes aus dem Turnier verabschieden.“

AS: „Die Walze kommt ins Rollen – Die Mannschaft macht mit der Slowakei kurzen Prozess: Boateng traf in der 8. Minute, Gomez in der 44. und Draxler in der 81. Özil verschoss noch einen Elfmeter. Deutschland steht hochverdient im Viertelfinale.“

El Mundo Deportivo: „Der Weltmeister ist in Form – Deutschland zerlegt die Slowakei und wartet im Viertelfinale auf Spanien oder Italien. Julian Draxler gab ein Solokonzert und krönte seine Leistung mit einem Treffer.“

sport.es: „Deutschland erschreckend stark ins Viertelfinale – Deutschland hat seine Favoritenrolle mehr als unterstrichen und ein erschreckend schwaches Slowakei ausgeschaltet.“

Eurosport.es: „Die Bestie ist erwacht – Deutschland war gegen die Slowakei über 90 Minuten komplett überlegen und ist verdient ins Viertelfinale eingezogen. Die Löw-Elf ging durch ein Hammer-Tor von Boateng früh in Führung, Mario Gomez veredelte eine klasse Aktion von Julian Draxler kurz vor der Pause mit dem 2:0. Draxler konnte seine Leistung mit 3:0 in der zweiten Halbzeit krönen.“

FRANKREICH

L’Equipe: „Deutschland hat einen Gang hochgeschaltet. Nach einer Vorrunde ohne Glanz startet Deutschland mit einem klaren Sieg gegen Slowakei in die K.o.-Phase.“

Le Parisien: „Deutschland vernascht die Slowakei. Wie eine Selbstverständlichkeit: Der Weltmeister qualifiziert sich mit einer dominanten Vorstellung gegen die Slowakei fürs Viertelfinale. Das Team von Joachim Löw liefert eine Galavorstellung und bringt sich mehr denn je als Turnierfavorit in Stellung.“

20 Minutes: „Wie stark ist dieses Deutschland denn! Das Favoritenschild klebt ganz fest an seinem Rücken. Falls einige noch an dieser deutschen Mannschaft bei dieser EM zweifelten, muss die Machtdemonstration gegen die Slowakei die Skeptiker zum Schweigen gebracht haben. Diese Mannschaft ist ganz einfach beeindruckend.“

Le Figaro: „Mit einem Angriff in Flammen schlägt Deutschland die Slowakei stehend k.o.“

ÖSTERREICH

krone.at: „Deutsche Dampfwalze überrollt Slowakei mit 3:0! – Souverän, spielfreudig, kampfstark und kaltschnäuzig – Weltmeister Deutschland hat mit einem an Überlegenheit bei der laufenden Fußball-Europameisterschaft bisher nicht überbotenen Auftritt gegen die Slowakei das Viertelfinale erreicht. Vor allem in der 1. Spielhälfte dominierte die Mannschaft von Weltmeister-Coach Joachim Löw nach Belieben und konnte sich sogar den Luxus eines kläglich vergebenen Elfmeters leisten, am Ende jubelte man aufseiten der Deutschen über einen klaren 3:0-Sieg – dank Treffern von Jerome Boateng (7.), Mario Gomez (43.) und Julian Draxler (63.).“

USA

CNN: „Kann irgendjemand Deutschland stoppen?“

DEUTSCHLAND

Bild: „JOGI, das war titelreif! Die weiter steigende Formkurve der deutschen Mannschaft flößt Respekt ein. Gegen die Slowaken gab es sofort nur eine Richtung – auf deren Tor! JOGI, DAS WAR TITELREIF! Schon nach acht Minuten ist in Lille klar, wohin die Reise geht. Weil Jérome Boateng (27), der neue Boss, ähnlich wie einst Rahn anno ’54 aus dem Hintergrund schießt. Mit rechts, flach in die linke Ecke. 1:0 aus 20 Metern!“

Kicker: „Löw hat bei Draxler den richtigen Riecher. Die DFB-Elf steht nach einem überzeugenden 3:0-Auftritt gegen die Slowakei im EM-Viertelfinale. Die Mannschaft von Joachim Löw dominierte gegen jenes Team, die sie vor Turnierbeginn noch geschlagen hatte, nach Belieben und leistete sich sogar noch den Luxus eines verschossenen Elfmeters – den ersten bei einer Europameisterschaft seit 40 Jahren. Beim Mann des Tages hatte der Bundestrainer bei seiner Aufstellung ein gutes Näschen.“

Die Welt: „Julian Draxler hatte einen expliziten Auftrag. Die gezielten Anweisungen und vor allem das Vertrauen des Bundestrainers machten Draxler stark. Löw sei vor dem Spiel extra noch einmal zu ihm gekommen und habe ihm klare Anweisungen gegeben, gab Draxler später zu Protokoll: „Er hat mir sehr viel Selbstvertrauen zugesprochen und von mir gefordert, Eins-zu-Eins-Situationen zu suchen.“ Besonders beeindruckend gelang dies in der 43. Minute, als Draxler seinen Gegenspieler mit Körpertäuschungen und Übersteigern schwindelig spielte, ehe er zur Grundlinie zog und von dort Mario Gomez zum 2:0 für Deutschland bediente.“

Sport1: „Vier Sterne – aufhören mit der Jammerei! Die deutsche Leistung im Achtelfinale gegen die Slowakei beweist, dass der Weltmeister erneut in Titelform ist. Joachim Löw verdient Lob, die Kritiker nicht. Was haben wir deutschen Zuschauer für eine seltsame Mentalität? Der Weltmeister marschiert durch eine EM-Vorrunde ohne Gegentor als Gruppensieger, und viele Zuschauer – Fans wie Experten oder Journalisten – lamentieren, dass es nur so kracht. Dann das 3:0 im Achtelfinale – ein Start in die K.o.-Phase, wie er souveräner kaum sein konnte. Warum haben wir so wenig Vertrauen? Jetzt reicht’s mit der Nörgelei, jetzt feiern wir mal.“