Die Zeit rast und schon wieder ist ein Monat vergangen. Wie gerne würde ich jetzt zusammen mit euch auf die letzten Wochen zurückschauen und mich über eine positive sportliche Entwicklung des FCA freuen. Das wird leider schwierig. Der FCA hat aus den letzten 4 Spielen einen Punkt geholt. Er hat gegen RB Leipzig, in Freiburg und gegen Bayern München verloren. Der Punkt gegen Schalke zu Hause war leistungsgerecht. Mit 8 Punkten findet man sich momentan auf Platz 13 der Tabelle wieder. Dadurch das dem HSV und Ingolstadt nichts gelingen will, sind zumindest die Abstände bis ganz unten ordentlich. Ab Platz 16 wird es dann eng.

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Nun bin ich grundsätzlich jemand, der bzgl. des Trainers zu Geduld aufruft. Dirk Schuster hat es nun wirklich nicht leicht. Vor allem in der Offensive fehlen mit Raul Bobadilla, Alfred Finnbogason und Caiuby wichtige Spieler. Nach der Verletzung von Jeffrey Gouweleeuw und mit der zwischenzeitlichen Verletzung von Dominik Kohr war und ist auch der Abwehrverbund geschwächt. Trotzdem ist nun immer wieder Kritik von den Rängen aufgekommen. Die Kritik bezieht sich bisher allerdings größtenteils nicht auf Ergebnisse. Gegen Leipzig und Bayern kann man verlieren. Freiburg ist auf Augenhöhe. Wir standen zu ähnlichen Zeitpunkten schon viel schlechter da. Nach dem neunten Spieltag der letzten Saison waren wir mit 5 Punkten Letzter. Große Sorgen habe zumindest ich mir nicht gemacht.

Das lag in den letzten Jahren, zumindest nach der ersten Hinrunde unter Weinzierl, an der taktischen Entwicklung und Ausrichtung der Mannschaft. Bevorzugte Weinzierl während seiner ersten Zeit noch eine reaktivere Spielweise, so versuchte er später das Spiel offensiv aktiver zu gestalten. Raphael Honigstein hat in einer seiner letzten Kolumnen herausgearbeitet, dass es einen grundsätzlichen Zusammenhang zwischen einer aktiven Spielweise und Erfolg gibt. Vereinfacht formuliert hat er zusammengefasst: „Fußball bleibt ein Sport, der die belohnt, die das Spielgerät beherrschen“. Bei Weinzierl hat man das am Ende gesehen.