Die Schimpansen-Anlage im Zoo Augsburg kann umgebaut werden

Weil der Zoo Augsburg den Umbau der Schimpansen-Anlage finanziell nicht stemmen kann, stand ein Abschied der beliebten Menschenaffen im Raum, dieser ist nun vom Tisch. Der Freundeskreis übernimmt die Kosten.

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Foto: Dominik Mesch

Nicht erst seit Corona fehlt es beim Augsburger Zoo oft an einem, am Geld. Nun muss dringend die Schimpansen-Anlage umgebaut werden um Auflagen des Tierschutzes zu erfüllen. Müssen Coco, Akemo und Niki am Ende sogar abgegeben werden? Nein müssen sie nicht! Wieder einmal springt der Freundeskreis des Augsburger Zoo dem Tierpark an die Seite und wird die Finanzierung des 800.000 Euro Projekts übernehmen.

Die Baugenehmigung liegt bereits vor. Die Bauarbeiten sollen im Januar beginnen, bereits zu Ostern soll die Anlage fertiggestellt sein. Die Menschenaffen werden dann mehr Klettermöglichkeiten erhalten und auch die aktuell begrenzenden Glasscheiben werden dann zum größten Teil verschwunden sein. Sie werden durch Netzkonstruktionen ersetzt. Das Außengelände, zwischen dem „alten“ Elefanten und dem Reptilienhaus wird zudem noch mit Heizelementen ausgestattet, damit die Anlage auch zu kälteren Jahreszeiten von den Schimpansen genützt werden kann. Zudem wird die Anlage deutlich vergrößert werden.

Die Tierschutzorganisation PETA fordert statt des Umbaus aber immer noch den Umzug der Augsburger Schimpansen in eine Auffangstation in Wales. Dort hätten die Tiere die Möglichkeit auf eine artgerechtere Haltung. Die Entscheidung ist aber gefallen. Coco, Akemo und Niki bleiben weiterhin Augsburger.